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Saale-Orla-Kreis Schlusslicht bei Einkommen von Frauen

06.03.2020 - Nirgendwo in Deutschland verdienen Frauen so wenig wie im Saale-Orla-Kreis - das zeigen zumindest Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Zum Frauentag gibt es auch insgesamt mit Blick aufs Entgelt nicht viel Grund zum Jubeln.

  • Eine KFZ-Mechanikerin wechselt in einer KFZ-Werkstatt eine Bremsscheibe. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine KFZ-Mechanikerin wechselt in einer KFZ-Werkstatt eine Bremsscheibe. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Frauen im Südosten Thüringens verdienen im Mittel und im Vergleich mit anderen Kreisen und Städten bundesweit am wenigsten. Das mittlere Bruttoeinkommen ist im Durchschnitt mit 2070 Euro pro Monat für Frauen in Vollzeit deutschlandweit im Saale-Orla-Kreis am geringsten. Mehr als jede zweite Beschäftigte (54,9 Prozent) arbeitet dort zu einem Niedriglohn unterhalb der bundeseinheitlichen Schwelle von 2203 Euro brutto pro Monat. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag anlässlich des Internationalen Frauentags an diesem Sonntag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Zahlen - Stand Ende 2018 - hatte die Bundesagentur für Arbeit erhoben.

Insgesamt sind gleich drei Thüringer Landkreise in der Aufzählung der bundesweit sieben Kommunen mit den geringsten Einkommen für Frauen aufgeführt: Neben dem Saale-Orla-Kreis sind das der Landkreis Sömmerda mit durchschnittlich 2180 und der Landkreis Greiz mit 2185 Euro im Mittel pro Monat. Thüringenweit liegt der Durchschnittswert für Frauen bei 2449, für Männer bei 2596 Euro.

Bei den Männern bildet der Kreis Görlitz das Schlusslicht: Sie erzielen dort einen mittleren Verdienst von 2273 Euro. Mit dem Altenburger Land (2343 Euro) ist aber auch ein Thüringer Landkreis unter den Kommunen zu finden, in denen Männer im Vergleich zu ihren Geschlechtsgenossen in anderen Regionen besonders wenig verdienen.

In ganz Deutschland sind die Einkommen im Durchschnitt den Angaben nach zwar höher, aber der Unterschied zwischen Frauen und Männer ist deutlich größer. Frauen bekommen bundesweit in Vollzeit durchschnittlich 3014 Euro pro Monat - Männer 3468 Euro. 26,5 Prozent der Frauen liegen unterhalb der bundeseinheitlichen Niedriglohn-Schwelle 2203 Euro, bei den Männern sind es 15,8 Prozent.

Die Zahlen zeigen auch: Kein einziger Landkreis und keine einzige Stadt, in denen Frauen oder Männer vergleichsweise gut verdienen, liegt in Ostdeutschland. Mit Blick auf Frauen steht die Autostadt Wolfsburg (4250 Euro) an der Spitze, mit Blick auf Männer Erlangen (5544 Euro).

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