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Tödlicher Schulbusunfall: Ermittlungen gehen weiter

24.01.2020 - Berka/Hainich (dpa/th) - Das schwere Busunglück mit zwei toten und 21 verletzten Kindern im Wartburgkreis wirft weiterhin Fragen auf. Nach Angaben der Polizei vom Freitag gab es Sicherheitsgurte in dem Unglücksbus - ob die Kinder angeschnallt waren, konnte eine Sprecherin weiterhin aber nicht sagen. Die Ermittlungen zu dem Unglück dauerten an.

  • Rettungskräfte stehen neben einem verunglückten Schulbus. Foto: WichmannTV/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Rettungskräfte stehen neben einem verunglückten Schulbus. Foto: WichmannTV/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach Informationen des Verbands Mitteldeutscher Omnibusunternehmer handelte es sich um eine außerplanmäßige Linienfahrt. «Im Linienverkehr gilt keine Anschnallpflicht, egal ob es Gurte in dem Bus gibt oder nicht», sagte Verbandschef Tilman Wagenknecht der Deutschen Presse-Agentur. Daher müssten die Fahrer in solchen Fällen auch nicht zum Anlegen der Gurte auffordern.

Bayerische Elternverbände forderten derweil eine generelle Sitz- und Anschnallpflicht in Schulbussen. «Es ist genau das eingetreten, wovor wir gewarnt haben», sagte Susanne Arndt, Vorsitzende der Landeselternvereinigung der bayerischen Gymnasien. Auch in Oberbayern war am Donnerstag ein Bus verunglückt und neun Kinder leicht bis mittelschwer verletzt worden.

Eltern wollten die größtmögliche Sicherheit für ihr Kind, betonte auch Claudia Koch von der Thüringer Landeselternvertretung. «Für die Sicherheit der Kinder ist es daher wünschenswert, dass in den Bussen Gurte vorgehalten werden.» Nach ihren Erfahrungen gingen die Busfahrer und -unternehmen sehr verantwortungsbewusst mit Fragen der Sicherheit im Schülerverkehr um. «Der Bus ist mit großem Abstand das sicherste Verkehrsmittel auf dem Weg zur Schule», erklärte Verbandschef Wagenknecht.

Die Polizei hatte am Freitag bereits mit der Untersuchung des geborgenen Unfallbusses begonnen. Persönliche Gegenstände der Kinder aus dem Bus, wie etwa die Schulranzen, seien sichergestellt und an die Eltern herausgegeben worden, sagte die Sprecherin.

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