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Siegesmund: Fehlende Schnelltests zerstören Vertrauen

09.03.2021 - Schnelltests sollen helfen, nach Monaten aus dem Lockdown wieder herauszukommen - ohne, dass die Corona-Infektionszahlen zu stark steigen. Siegesmund fordert, vor allem dort gründlich zu testen, wo viele Menschen zusammenkommen.

  • Anja Siegesmund (Bündnis90/Die Grünen), Umweltministerin von Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Anja Siegesmund (Bündnis90/Die Grünen), Umweltministerin von Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) hat sich unzufrieden damit gezeigt, dass für die Mehrheit der Menschen im Land noch immer keine Corona-Schnelltests verfügbar sind. «Da sind Supermärkte und Drogerien schneller mit dem Angebot von Selbsttests als der Bund», sagte Siegesmund der Deutschen Presse-Agentur. «Das zerstört Vertrauen.» Sie fordere eine «rationale Teststrategie». Es müsse nicht überall ein bisschen getestet werden. Wichtig sei, dort gründlich zu testen, wo viele Menschen zusammen kämen, etwa in Schulen und Betreuungseinrichtungen.

Zudem seien die Tests dort besonders wichtig, wo sich viele Menschen aufhielten, die zu den Corona-Risikogruppen zählten. Der Bund und die Länder streiten seit Tagen darum, wer für die versprochenen Massen-Schnelltests verantwortlich ist, die in den Beschlüssen des jüngsten Corona-Gipfels zwischen Bund und Ländern eine tragende Rolle spielen.

Sie sollen dazu beitragen, dass die Lockerungen möglich werden, die dort skizziert sind. Vertreter der Bundesregierung argumentieren, der Bund habe zugesagt, die Kosten zu übernehmen. Der Aufbau der Logistik für die Schnelltests sei aber Ländersache.

Siegesmund sagte: «Es wird höchste Zeit, dass Thüringen sich vom Gängelband von Herrn Spahn löst und eine eigene Test- und Impfstrategie macht.»

Sie plädierte dafür, Ferienangebote mit «sehr geringen Ansteckungsmöglichkeiten mit Hygienekonzept rechtzeitig vor Ostern wieder zuzulassen». Dazu gehörten für sie Ferienwohnungen mit Selbstversorgung, Campingplätze und Caravanstellplätze. Eine solche Entscheidung könne nicht erst bei den nächsten Bund-Länder-Beratungen kurz vor Beginn der Osterferien getroffen werden. Es sei nicht hinzunehmen, dass derartige Festlegungen bislang nicht getroffen worden seien. «In vier Wochen ist Ostern: Statt klare Verabredungen zu den Ferien zu treffen, ist nichts geregelt», monierte sie.

Auch grundsätzlich warb Siegesmund für Lockerungen bei Aktivitäten, die im Freien stattfinden können. «Wir müssen zwischen drinnen und draußen unterscheiden», sagte sie. «Alles was outdoor ist, ist sicher schneller möglich.» Deshalb könne es aus ihrer Sicht auch die Außengastronomie «so schnell wie möglich» wieder öffnen. «Alles was draußen eben geht», sagte sie. Drinnen seien die Ansteckungsgefahren dagegen «deutlich zu hoch».

Mit Blick auf die weitere Corona-Impfstrategie mahnte Siegesmund vor allem ein unbürokratisches Vorgehen an. «Wir brauchen mehr Stoff, mehr Zentren und Hausarztpraxen, die impfen dürfen», sagte Siegesmund. Dabei gelte es zwar viele Fragen von Vergütung, Logistik und Dokumentation zu klären. Aber: «Da darf Verwaltung sich auch nicht selbst auf den Füßen stehen.»

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