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Sommerflaute lässt Arbeitslosenzahl steigen

01.09.2020 - Im August waren wieder mehr Thüringer arbeitslos. Die Arbeitsagentur führt das auf die übliche Sommerflaute am Arbeitsmarkt zurück. Doch auch die Corona-Krise hinterlässt weiterhin deutliche Spuren.

  • Ein Passant geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Passant geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Zahl der Arbeitslosen in Thüringen ist im August wieder gestiegen. Sie kletterte im Vergleich zum Vormonat um 1100 auf 71 400, wie die Agentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich leicht auf 6,4 Prozent. Von einer «saisonal normalen Bewegung nach oben» sprach der Geschäftsführer der Regionaldirektion Markus Behrens. Doch bewegten sich die Zahlen coronabedingt weiter auf einem hohen Plateau.

So waren im August rund 12 000 Menschen mehr arbeitslos als vor einem Jahr. Dies sei Ausdruck einer «Krisensogwirkung vor allem in den konjunkturabhängigen Branchen», erläuterte Behrens. Die Zahl der Arbeitslosen durch die Corona-Krise bezifferte die Arbeitsagentur auf etwa 14 000; der Corona-Effekt mache 1,2 Prozentpunkte an der Arbeitslosenquote aus. Inzwischen zeige sich der Arbeitsmarkt stabil. «In einer Situation, in der noch keine großen Sprünge zu erwarten sind, ist Stabilität, also das Halten des Status quo, eine der guten Nachrichten», betonte Behrens.

Seit Beginn der Corona-Krise sichert Kurzarbeit viele Jobs. Nach Hochrechnungen der Arbeitsagentur ist die Zahl der Betroffenen zuletzt aber gesunken. Gab es im April in Thüringen 139 500 Kurzarbeiter in 17 200 Betrieben, sank ihre Zahl im Mai auf etwa 129 000 in 15 000 Betrieben.

Aus Sicht des DGB Hessen-Thüringen sind nach der Verlängerung des Kurzarbeitergeldes bis Ende 2021 nun die Unternehmen gefordert. Sie müssten die Zeit nutzen, um ihre Beschäftigten zu qualifizieren, forderte der Vorsitzende Michael Rudolph. Die Betriebe müssten die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter systematisch planen und durchführen, um sie fit für die Arbeit von morgen zu machen. «Digitalisierung, Klimawandel, Fachkräfteengpässe - die Herausforderungen für den Arbeitsmarkt durch den Strukturwandel sind auch ohne Corona immens.»

Den neuen Zahlen zufolge stehen zudem rund 1800 junge Menschen in Thüringen noch ohne Ausbildungsplatz da. Das seien 300 mehr als vor einem Jahr, teilte die Arbeitsagentur mit. Dem standen 4500 freie Lehrstellen gegenüber. Es sei noch nicht zu spät für einen Ausbildungsstart noch in diesem Jahr, hieß es: «Für alle, die jetzt coronabedingt verunsichert sind und noch suchen, lässt sich etwas finden.» Nicht nur die Arbeitsagenturen, auch die Kammern bemühten sich intensiv um Nachzügler und böten eine persönliche Beratung an.

Mit der Arbeitslosenquote von 6,4 liegt Thüringen im Bundesschnitt. Auch in Deutschland insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen im August gestiegen: um etwa 45 000 auf 2,955 Millionen Menschen. Das waren 636 000 mehr als vor einem Jahr.

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