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Studenten und Schüler stehen vor Hürden bei Bafög-Anträgen

07.02.2021 - Für viele Studenten und deren Eltern gehört es zu den lästigen Dingen des Studiums: das regelmäßige Ausfüllen von Bafög-Anträgen. Inzwischen kann das auch in Thüringen online erledigt werden. Allerdings hakt es an einer entscheidenden Stelle.

  • Eine Frau füllt einen Antrag auf Ausbildungsförderung (Bafög) aus. Foto: Marcus Brandt/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Frau füllt einen Antrag auf Ausbildungsförderung (Bafög) aus. Foto: Marcus Brandt/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nur ein ganz kleiner Teil der in Thüringen zuletzt eingereichten Bafög-Anträge ist vollständig digital gestellt worden. Dabei gibt schon seit 2019 die Möglichkeit dazu. «Der Anfang für eine Online-Antragstellung ist gemacht, und wir gehen davon aus, dass die Anzahl der online gestellten Bafög-Anträge weiter kontinuierlich ansteigen wird», sagte ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Online-Anträge hätten sowohl für die Studenten als auch für die Sachbearbeiter erhebliche Vorteile.

Ein großes Hindernis stellt dabei aber die digitale Authentifizierung des Antragstellers dar. Sie ist nötig, um sicherzustellen, dass der Antragsteller auch tatsächlich die Person ist, die er angibt zu sein.

Nach den Ministeriumsdaten wurden 2020 insgesamt etwa 22 500 Anträge auf Bafög in Thüringen gestellt, jeweils zur Hälfte Erst- und Folgeanträge. Davon gingen nur 124 auf vollständig digitalem Weg bei den Behörden ein, indem sich die Antragsteller über den elektronischen Personalausweis identifizierten.

Weitere etwa 2300 der im vergangenen Jahr gestellten Anträge wurden zwar online erstellt, aber ausgedruckt und unterschrieben, weil die Antragsteller sich nicht über den elektronischen Personalausweis legitimieren konnten. Die Anträge wurden dann per Post oder E-Mail an die Sachbearbeiter geschickt.

Der Ministeriumssprecher sagte, auch die offline unterschriebenen Online-Anträge brächten sowohl den Antragstellern als auch den Bearbeitern Vorteile. «Die Anträge werden während des Ausfüllens auf Plausibilität und Vollständigkeit geprüft, was Nachfragen seitens der Ämter für Ausbildungsförderung erspart und die Bearbeitung beschleunigt.» Zudem könnten die Antragsdaten von den Bafög-Ämtern automatisch in deren Bearbeitungsprogramm übernommen werden, «was das manuelle Erfassen erspart und ebenfalls zur schnelleren Antragsbearbeitung beiträgt».

Im Jahr 2019 waren nach Angaben des Ministeriums von damals etwa 17 200 Bafög-Anträgen insgesamt 34 vollständig digital und damit unter Nutzung eines elektronischen Personalausweises eingereicht worden. Bei weiteren etwa 700 Anträgen wurden die Daten online eingegeben, anschließend unterschrieben und versandt.

Über das Bafög werden vor allem Studenten, aber auch Schüler gefördert. Diese Form der staatlichen Unterstützung soll ihnen helfen, ihre Ausbildung zu finanzieren. Bildung soll damit jedem - möglichst unabhängig vom Einkommen oder Vermögen der Eltern - offen stehen. Nach Angaben des Bundesbildungsministeriums beträgt der aktuelle Bafög-Höchstsatz bei etwa 860 Euro monatlich. Schüler müssen von dieser Förderung überhaupt nichts zurückzahlen. Studierende müssen die Hälfte des Bafög-Geldes zurückzahlen, die andere Hälfte schenkt ihnen der Staat, heißt es vom Bundesbildungsministeriums.

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