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Studie: Kyffhäuserkreis günstigster Altersruhesitz

26.05.2020 - Wenn mit dem Ruhestand das Einkommen wegbricht, kann es für manche Rentner finanziell eng werden. Wo sie für Geld, das ihnen bleibt, mehr oder weniger bekommen als anderswo, zeigt nun eine Studie. In Thüringen fällt dabei besonders eine Stadt auf.

  • Euro-Banknoten und Euromünzen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Euro-Banknoten und Euromünzen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rentner leben einer Studie zufolge innerhalb Thüringens im Kyffhäuserkreis am günstigsten. Dort haben 1000 Euro für die Senioren eine Kaufkraft von 1148 Euro. Am teuersten kommt der Altersruhesitz Senioren im Freistaat dagegen in Jena zu stehen. In der zweitgrößten Stadt Thüringens liegt der reale Wert bei 946 Euro, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ergab.

Deutschlandweit leben demnach nur im sächsischen Vogtlandkreis (1149 Euro), im niedersächsischen Holzminden (1156) und im Landkreis Elbe-Elster (1158) günstiger als im Kyffhäuserkreis. Der teuerste Altersruhesitz Deutschlands ist demnach München. Dort haben Rentner mit 1000 Euro im Geldbeutel eine tatsächliche Kaufkraft von 760 Euro. der Studie zufolge variiert die Kaufkraft in ganz Deutschland damit regional um bis zu 52 Prozent.

Innerhalb Thüringens ist in Jena das Leben für Rentner mit deutlichem Abstand teurer als in anderen Städten und Kreisen. Sogar in der Landeshauptstadt Erfurt haben sie den Ergebnissen nach eine Kaufkraft von 1007 Euro, wenn sie nur 1000 in der Tasche haben. In Weimar sind es 1008 Euro. Der Unterschied zu den nachfolgenden Städten ist sogar noch größer: In Eisenach und in Suhl liegt für die Senioren der reale Wert von 1000 Euro bei 1063 Euro. Im Ilm-Kreis - dem demnach für Rentner teuersten Landkreis - liegt der Wert bei 1073 Euro. Neben dem Kyffhäuserkreis leben Senioren in Thüringen etwa auch im Kreis Greiz (1140 Euro) und im Wartburgkreis (1128 Euro) besonders günstig.

Für die Auswertung hat das Institut die Lebenshaltungskosten der Rentner in 401 Kreisen und kreisfreien Städten verglichen. Dafür wurde die Gewichtung des allgemeinen Warenkorbs des Statistischen Bundesamtes an das Konsumverhalten der über 65-Jährigen angepasst. Gesundheitsausgaben und Mieten haben in dieser Altersgruppe demnach ein höheres Gewicht. Kosten für Bildung spielen eine geringere Rolle.

Teurere Gegenden müssten jedoch nicht zwangsläufig unattraktiver sein, da dort Löhne und auch Renten tendenziell höher seien als in günstigeren Regionen, sagte Studienautor Heiko Burret. Generell sei der wirtschaftsstarke Süden der Republik eher kostenintensiv: Gleich 40 der 50 teuersten Regionen verteilten sich auf Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Preiswert sei das Rentnerleben dagegen meist in Nord- und Ostdeutschland.

Rentner in Thüringen bekommen laut Rentenatlas der Deutschen Rentenversicherung die niedrigsten Altersrenten in ganz Deutschland. Mit 1102 Euro Durchschnittsrente nach mindestens 35 Jahren Versicherungszeit bildete Thüringen demnach Ende 2018 deutschlandweit das Schlusslicht. Den bundesweiten Durchschnitt gab die Rentenversicherung mit 1219 Euro an.

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