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Studie: Tausende Pflegekräfte in den nächsten Jahren nötig

20.08.2019 - Der Pflegebranche drohen schwierige Zeiten. Gründe sind der demografische Wandel und viele Pflegekräften, die selbst in Rente gehen. Was kann dagegen getan werden?

  • Rollatoren stehen in einer Wohn-Pflege-Gemeinschaft. Foto: Uwe Anspach/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Rollatoren stehen in einer Wohn-Pflege-Gemeinschaft. Foto: Uwe Anspach/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt/Halle (dpa/th) - In Thüringen müssen laut einer Studie bis zum Jahr 2035 etwa 28 200 Vollzeitstellen in der Pflegebranche wieder besetzt oder neu geschaffen werden. Grund ist, dass in den nächsten Jahren viele Pflegekräfte in Rente gehen und zugleich die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigen dürfte, wie die Landesarbeitsagentur am Dienstag mitteilte. Sie beruft sich auf eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB-Regional) in Halle.

Demnach müssen bis 2035 etwa 17 700 Stellen in der Branche neu besetzt werden, weil viele Pfleger in den nächsten Jahren selbst in Rente gehen. Außerdem seien rund 10 500 weitere Stellen nötig, um auf den demografischen Wandel zu reagieren, wie die Experten errechneten. Derzeit füllen Beschäftigte in der Pflege 37 000 Vollzeitstellen in Thüringen aus. Weil üblicherweise viele Pflegekräfte in Teilzeit arbeiten, dürfte den Experten zufolge der Bedarf an Personal noch höher ausfallen.

«Wir wissen aktuell nicht, wie der Bedarf an Pflegepersonal gedeckt werden soll. Denn bereits jetzt ist der Fachkräftemarkt leer gefegt», erklärte Kay Senius, Chef der Landesarbeitsagentur. Seiner Meinung nach müssten mehr Pflegejobs durch höhere Gehälter und verbesserte Arbeitsbedingungen geschaffen werden.

In der IAB-Studie wurden unterschiedliche Szenarien entworfen. «Der Bedarf an 28 200 zu besetzenden Vollzeit-Stellen ist unser «Obergrenzen-Szenario», in dem wir annehmen, dass die Altersabgänge aus Beschäftigung vor dem 65. Lebensjahr erfolgen», erklärte Michaela Fuchs, Autorin der Studie. Angesichts der psychisch und körperlich fordernden Arbeit in der Altenpflege sei das Obergrenzen-Szenario keineswegs unrealistisch. Selbst im günstigsten Szenario - mit späteren Altersabgängen und Pflegebedürftigkeit ab einem höheren Alter der Menschen, kommt die Studie auf einen Bedarf von 21 300 Vollzeitstellen bis zum Jahr 2035.

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