Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Taubert will gemeinsame Speicher-«Cloud» für Verwaltungen

21.01.2020 - Ein Gewerbe oder einen Hund anmelden? So etwas geht heute online - theoretisch. Denn die Digitalisierung der Thüringer Verwaltung sieht bei den Kommunen sehr unterschiedlich aus. Die zuständige Ministerin hat eine Idee, wie das besser werden könnte: die «Kommunal-Cloud».

  • Heike Taubert (SPD), Thüringens Finanzministerin. Foto: Bodo Schackow/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Heike Taubert (SPD), Thüringens Finanzministerin. Foto: Bodo Schackow/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Finanzministerin Heike Taubert (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, dass Thüringens Kommunen künftig einen gemeinsamen virtuellen Speicherplatz nutzen. Eine solche «Thüringer Kommunal-Cloud» sei die effizienteste Lösung, um die Digitalisierung von Verwaltungsabläufen im Land voranzutreiben, erklärte Taubert am Dienstag in Erfurt. Außerdem sei eine solche Lösung sicherer, als wenn vor allem kleine Gemeinden noch immer eigene Server im Keller ihrer Rathäuser betrieben.

Bei einer Cloud-Lösung werden Daten in zentralen Rechenzentren und damit im Internet gespeichert. Der Vorteil: Verschiedene Nutzer können nahezu immer und von fast überall auf die Daten zugreifen.

«Das wird eines Tages auch kommen, da bin ich mir ganz sicher», sagte Taubert über ihren Vorschlag. Allerdings zeige die Erfahrung, dass die Digitalisierung in der Verwaltung ihrer Zeit brauche.

Auf dem Weg zur Schaffung einer solchen großen «Kommunal-Cloud» sei es richtig, wenn die Landkreise, Städte und Gemeinden bei der Digitalisierung von Verwaltungsabläufen stärker zusammenarbeiteten als in der Vergangenheit. Dass sich beispielsweise in Nordthüringen die Landkreise Nordhausen, Unstrut-Hainich und Kyffhäuser zusammengeschlossen hätten, um eine gemeinsame Stelle für das sogenannte E-Government einzurichten, sei richtig, sagte Taubert.

Dass andere Landkreise dagegen noch immer versuchten, zum Beispiel eigene Rechenzentren zu betreiben, sei im Sinne der Menschen im Land nicht mehr zeitgemäß. Die Bürger hätten einen Anspruch darauf, dass etwa Anträge, die sie über das Internet an Behörden und Ämter stellten, überall gleich aussähen.

Es sei falsch, wenn sich Menschen zum Beispiel nach einem Umzug mit neuen Online-Formularen konfrontiert sähen. Das lasse sich aber nur dann vermeiden, wenn die Kommunen im großen Maßstab bei der Digitalisierung zusammenarbeiteten, so Taubert.

Zur digitalen Verwaltung wurde vor einem Jahr ein Kompetenzzentrums «Verwaltung 4.0» gegründet worden. Neun Mitarbeiter beraten die Kommunen dort dazu, wie sie etwa die Beantragung von Gewerbescheinen, Wohngeld oder Veranstaltungen so über das Internet abwickeln können, dass Bürger dafür nicht persönlich auf ein Amt müssen. Das Land hat dazu Musterlösungen mitentwickelt, die die Kommunen nutzen könnten.

Die Kommunen setzen die Angebote aber unterschiedlich ein. Allerdings habe die Nachfrage nach solchen Beratungen und den Musterlösungen zuletzt zugenommen, sagte Taubert. Insgesamt hat das Kompetenzzentrum den Angaben nach 2019 bei 40 Terminen 270 Kommunen beraten.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren