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Teilerfolg bei Enteignung von Schloss Reinhardsbrunn

11.01.2019 - Meiningen (dpa/th) - Der Eigentümer des vom Verfall bedrohten Schlosses Reinhardsbrunn verzichtet nach Gerichtsangaben auf Rechtsmittel gegen seine Enteignung durch das Land Thüringen. Die Firma, der das Schloss bisher gehöre, habe mitgeteilt, dass sie ihren Antrag auf eine gerichtliche Entscheidung zur Rechtmäßigkeit des Enteignungsverfahrens zurücknehme, sagte der Sprecher des Landgerichts Meiningen, Bernhard Landwehr, am Freitag auf Anfrage. Zuerst hatte MDR Thüringen darüber berichtet. Damit ist das Verfahren nach Angaben des Gerichtssprechers jedoch noch nicht beendet.

  • Schloss Reinhardsbrunn. Foto: Britta Pedersen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Schloss Reinhardsbrunn. Foto: Britta Pedersen/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Landwehr zufolge gibt es noch zwei weitere Beteiligte, die Eigentumsrechte an dem Grundstück haben. Deren Antrag auf eine Gerichtsentscheidung bestehe weiter. Ähnlich äußerte sich eine Sprecherin der Thüringer Staatskanzlei. Sie habe Kenntnis von einem Schreiben des Eigentümers, es liege der Staatskanzlei jedoch bisher nicht vor.

Das Landesverwaltungsamt hatte im Sommer 2018 den Besitzer von Reinhardsbrunn enteignet. Dadurch soll das Schloss vor dem weiteren Verfall bewahrt werden. Das Verfahren gilt als Präzedenzfall im Denkmalschutz in Deutschland.

Der Enteignungsbescheid sieht vor, dass das Land Eigentümer der Park- und Schlossanlage im Kreis Gotha wird. Das Land will für die nötigsten Arbeiten zunächst einen Millionenbetrag zur Verfügung stellen. Schloss Reinhardsbrunn war 1827 auf der Ruine des Hausklosters der Thüringer Landgrafen errichtet worden.

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