Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Thüringen auf «Grüner Woche»: Ilm-Kreis im Mittelpunkt

08.01.2020 - Kloßpommes, der Kickelhahn-Turm, Ziegenkäse und Bach-Musical: Thüringen will Besucher der «Grünen Woche» nicht nur kulinarisch auf den Geschmack bringen.

  • Benjamin-Immanuel Hoff spricht im Thüringer Landtag. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Benjamin-Immanuel Hoff spricht im Thüringer Landtag. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Dass Thüringen mehr Gaumenfreuden als nur Bratwurst und Klöße zu bieten hat, will der Freistaat wieder auf der «Grünen Woche» in Berlin unter Beweis stellen. Fast 50 Aussteller und zehn Landkreise werden sich vom 17. bis 26. Januar auf der weltgrößten Ernährungsmesse in Berlin präsentieren, sagte Landwirtschaftsminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) am Mittwoch in Erfurt. Besucher der Thüringenhalle könnten regionale Köstlichkeiten probieren und sich zugleich Appetit auf eine Reise in das grüne Herz Deutschlands holen.

Bei der Gestaltung der Thüringenhalle habe man sich vom Grünen Band leiten lassen, um die Bedeutung dieses Nationalen Naturmonuments zu veranschaulichen, sagte der Minister. In verschiedenen Hofläden könnten die Messebesucher einen kulinarischen Streifzug durch die Thüringer Regionen unternehmen. Der regionale Schwerpunkt werde in diesem Jahr unter dem Motto «Originale & Originelles» auf den Ilm-Kreis gelegt.

Der Landkreis präsentiere sich mit vielfältigen Aktionen wie einem Bach-Musical und Schaukochvorführungen der gebürtigen Kanadierin Tanya Harding, die in ihrem Arnstädter Lokal die Geschmäcker der Welt mit der regionalen Küche zusammenbringe, sagte Landrätin Petra Enders (Linke). Der Stützerbacher Jens Löser werde in Berlin Pommes aus Kloßteig herstellen.

Als besonderer Blickfang erwarte die Besucher in der Thüringenhalle ein vier Meter hoher Nachbau des Kickelhahn-Turmes bei Ilmenau, der über eine Rutsche wieder verlassen werden könne. Enders verwies darauf, dass in Arnstadt 1404 nicht nur die Bratwurst ihre erste urkundliche Erwähnung fand, sondern im Jahr 1607 auch das deutsche Weizenbier erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Thüringens Auftritt auf der weltweit größten Ernährungsmesse kostet laut Hoff knapp eine Million Euro. Ein besonderes Augenmerk werde auf den Ökolandbau gelegt. «Die Biobranche ist kein Randphänomen mehr», stellte der Minister klar. Es gebe eine große Nachfrage nach regionalen und fair hergestellten Produkten. Allerdings müssten die Verbraucher auch bereit sein, dafür faire Preise zu zahlen.

Vor Beginn der «Grünen Woche» wollen sich am 16. Januar die ostdeutschen Agrarminister zum Austausch treffen, kündigte Hoff an. Thema werde unter anderem die Zukunft der Agrarförderung sein.

Die Thüringer Ernährungsbranche beschäftigt nach Ministeriumsangaben mehr als 20 000 Arbeitnehmer. Mit einem Jahresumsatz von mehr als vier Milliarden Euro und einer Exportquote von rund 20 Prozent ist sie einer der größten Wirtschaftszweige des Freistaats.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren