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Thüringen hat Sechs-Wochen-Reserven bei Schutzausstattung

31.07.2020 - Die Engpässe bei Schutzausstattung in der Anfangsphase der Corona-Pandemie sind noch gut in Erinnerung. Inzwischen hat sich die Lage in Thüringen deutlich entspannt.

  • Heike Werner (Die Linke) sitzt im Landtag Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Heike Werner (Die Linke) sitzt im Landtag Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Thüringen hat seine Reserve für die persönliche Corona-Schutzausstattung von medizinischem und pflegerischem Personal fast vollständig aufgebaut. Unter anderem seien bereits so viele zweilagige Schutzmasken und Schutzbrillen eingelagert worden, dass damit der Bedarf im Freistaat für bis zu sechs Wochen abgedeckt werden könnte, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Freitag in Erfurt bei einem Besuch des neuen Pandemielagers beim DRK Thüringen. Nur etwa bei Masken der Schutzkategorie FFP3 müsse noch zusätzliches Material beschafft werden. Sie seien bereits bestellt.

Bislang etwa 23 Millionen Euro hat das Land Werner zufolge für Masken, Brillen, Schutzkittel und ähnliche Dinge ausgegeben. Bis zu 36 Millionen Euro stünden für diese Zwecke im Landeshaushalt zur Verfügung, sagte sie. Der Vizepräsident des Landesamtes für Verbraucherschutz, Lothar Hoffmann, sagte, mit dem Geld seien bisher unter anderem etwa sieben Millionen zweilagige Masken, zwei Millionen FFP2-Masken, 600 000 Schutzanzüge und 100 000 Schutzbrillen gekauft worden.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sagte, das Landesamt für Verbraucherschutz habe es in der Coronakrise innerhalb kürzester Zeit geschafft, die Materiallieferungen zu organisieren. Besonders bemerkenswert sei dabei, dass es kaum fehlerhafte oder mangelhafte Lieferungen nach Thüringen gegeben habe. Die staatlichen Behörden hätten bewiesen, «dass sie selbst in außergewöhnlichen Situationen handlungsfähig sind», sagte Ramelow.

Allerdings habe das Landesamt vor allem die Verteilung der Schutzausrüstung in den vergangenen Monaten nicht allein stemmen können. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) habe mit seinen vielen ehrenamtlichen Helfern das Land maßgeblich dabei unterstützt, zum Beispiel Masken und Brillen in Pflegeheime zu bringen, sagte Ramelow. Es wurde dabei nach den Angaben von DRK-Landeschef Peter Schreiber wiederum auch von vielen nicht in dem Verband organisierten Menschen unterstützt.

Am Beginn der Corona-Pandemie im März war Schutzausstattung auf dem freien Markt wegen der global explodierten Nachfrage kaum zu bekommen. Nach Angaben von Hoffmann gingen damals pro Tag hunderte E-Mails beim Landesamt ein, in denen oft dubiose Händler Schutzausrüstung angeboten hatten. Auch Ramelow sagte, er habe damals plötzlich «viele neue Freunde» gehabt, die ihm zu teilweise völlig überzogenen Preisen Schutzausrüstung in Aussicht gestellt hätten. «Da haben viele vieles versprochen und die Dollarzeichen waren bei machen Gesprächspartnern größer als alles andere.» Inzwischen laufe die Beschaffung des Materials aber routiniert ab.

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