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Thüringen will Maskenpflicht auf Unterricht ausweiten

21.01.2021 - Nach dem Bund-Länder-Gespräch vom Dienstag will Thüringen die Anti-Corona-Maßnahmen noch einmal verschärfen. So sieht es ein erster Entwurf für eine neue Verordnung vor. Damit steht der Schulunterricht wohl mal wieder vor Veränderungen.

  • Eine Atemschutzmaske liegt neben einem Federmäppchen. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Atemschutzmaske liegt neben einem Federmäppchen. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ältere Schüler, die noch zum Präsenzunterricht an die Schulen dürfen, sollen nach Plänen der Landesregierung künftig auch im Unterricht eine Maske tragen. Das sieht ein Entwurf für die neue Corona-Verordnung von Gesundheitsministerium und Bildungsministerium vor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der Entwurf befand sich am Donnerstag noch in der Abstimmung zwischen den Ressorts und soll am Freitag in den Ausschüssen des Landtages beraten werden. Ob es zu Änderungen kommt, ist noch unklar.

Nach den bisherigen Plänen, soll das gesamte Personal an Schulen sowie Schüler ab der siebten Klasse bei jedem Kontakt mit anderen Personen in der Schule einen Mund-Nasen-Schutz tragen. «(...) Dies gilt auch im Unterricht und in der Notbetreuung», heißt es in dem Verordnungsentwurf. Bisher waren Masken für Schüler zwar im Schulgebäude Pflicht - etwa beim Wechsel des Raumes oder beim Anstehen in der Schulkantine -, eine Maskenpflicht im Unterricht gab es bisher jedoch nicht. Die Verordnung soll nach derzeitigem Zeitplan am Montag unterzeichnet werden und am Dienstag in Kraft treten. Gelten soll sie demnach zunächst bis 14. Februar.

Bleibt sie so wie im Entwurf vorgesehen, setzt Thüringen die von Bund und Ländern verabredeten verschärften Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie um. So sollen die Menschen künftig in Bussen und Bahnen medizinische Masken tragen müssen. Das können laut dem Entwurf OP-Masken sein, aber auch FFP2-Masken ohne Ausatemventil oder FFP3-Masken sowie Masken der Standards N95 und K95. Solche Masken müssten dann auch in den noch geöffneten Geschäften getragen werden.

Änderungen sieht der Verordnungsentwurf auch bei der möglichen Teilnehmerzahl von Demonstrationen und Versammlungen vor. An diesen sollen künftig unter freiem Himmel nicht mehr als 500 Menschen teilnehmen dürfen (bisher 1000). In geschlossenen Räumen soll die Teilnehmerzahl auf 50 begrenzt werden (bisher 100). Noch strenger fallen die Regeln bei einem höheren Inzidenzwert aus.

Die Grenzwerte für eine jeweils weitere Absenkung der zulässigen Teilnehmerzahlen liegen bei 200 und 300 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt. Landesweit lag diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 225 - mit einem leichten Rückgang gegenüber dem Vortag. Bundesweit liegt das Land damit dennoch weiter an der Negativ-Spitze.

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