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Tiefensee: Absicherung der Event-Branche bei Stornokosten

02.09.2020 - Für Messebauer, Lichttechniker, aber auch Catering-Unternehmen und DJs war 2020 wegen der Corona-Pandemie bislang ein hartes Jahr. Mehr Unterstützung von der Politik forderten Vertreter der Branche am Mittwoch. Ein neuer Vorschlag kam vom Wirtschaftsminister.

  • Wolfgang Tiefensee (SPD), Wirtschaftsminister von Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wolfgang Tiefensee (SPD), Wirtschaftsminister von Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Um der Veranstaltungsbranche in der Corona-Zeit besser zu unterstützen, hat Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) eine Art Versicherung ins Spiel gebracht. Aktuell sei es schwierig, Veranstaltungen wie Messen für das kommende Jahr zu planen. Im Moment möge das Infektionsgeschehen in Thüringen überschaubar sein, so Tiefensee am Mittwoch bei einer Kundgebung der Branche in Erfurt. Aber ob dies etwa im April nächsten Jahres der Fall sei und welche Veranstaltungen dann möglich seien, könne im Moment niemand abschätzen.

Damit dennoch Veranstaltungen in Zukunft ohne Angst vor Komplettverlust bei Absagen geplant werden können, wolle er auf Bundesebene eine Art Versicherung für Stornierungskosten anregen. Sollte dies nicht möglich sein, wolle er über eine solche Absicherung zumindest auf Landesebene nachdenken.

Am Mittwoch waren etwa 70 Vertreter der Branche zum Landtag gezogen, um dort auf ihre schwierige wirtschaftliche Lage aufmerksam zu machen, in die sie die Corona-Pandemie und die damit verbundene Auflagen gebracht haben.

«Uns wurde quasi ein Berufsverbot auferlegt», kritisierte etwa der Schausteller Fritz Krebs aus Erfurt. Zuletzt habe er Einnahmen Ende Dezember bei Weihnachtsmärkten gehabt. Er verstehe nicht, warum Menschen an Restauranttischen gemeinsam sitzen dürfen, aber etwa Kinder nicht im Karussell zusammensitzen dürfen. Dabei könnten genauso Auflagen eingehalten werden. Andere Vertreter - darunter Messebauer und Caterer - kritisierten auch die Hürden, um an Gelder aus Überbrückungshilfen zu kommen.

Zu Beginn der Krise wurden in Thüringen etwa Großveranstaltungen quasi komplett verboten, aber auch kleinere Feste und Märkte durften oft gar nicht oder nur unter strengen Auflagen stattfinden. Inzwischen sind viele Events in der Regel erlaubt, wenn Hygiene- und Abstandsauflagen eingehalten werden und Kontaktdaten von Besuchern nachverfolgbar sind. Entscheiden muss darüber im Normalfall das zuständige Gesundheitsamt.

Die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich vergangene Woche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf verständigt, dass Großveranstaltungen wegen der Pandemie vorerst verboten bleiben. Allerdings hatte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) offen gehalten, ob Volksfeste und Weihnachtsmärkte in diesem Jahr doch noch möglich sind. Es komme sehr auf die jeweilige Situation an, so Ramelow.

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