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Turntrainer wegen sexuellen Missbrauchs erneut vor Gericht

03.06.2020 - Der Fall eines Turntrainers aus Erfurt, der 2018 wegen sexuellen Missbrauchs zu einer Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt worden war, landet erneut vor Gericht. Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) hob das Urteil des Landgerichts Erfurt teilweise auf, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Die Sache muss nun vor einer anderen Kammer des Landgerichts erneut verhandelt werden.

  • Die Statue Justizia. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Statue Justizia. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Mann hatte über seinen Anwalt während des Prozesses mehrere Erklärungen zu den Vorwürfen abgegeben und Taten eingeräumt. Vorangegangen waren Gespräche zwischen Gericht, Anklage und Verteidigung, in denen mit Blick auf eine Verurteilung eine sogenannte Verständigung erzielt worden war. Allerdings befanden die Richter am BGH, dass der Beschuldigte nicht ausreichend darüber belehrt worden sei, dass das Gericht nur eingeschränkt an eine solche Verständigung gebunden ist. Wäre dem Trainer dies klar gewesen, hätte er nach Auffassung der BGH-Richter möglicherweise verschiedene Geständnisse nicht abgelegt.

Zudem sind nach Meinung der Bundesrichter die Erfurter Kollegen von falschen Voraussetzungen ausgegangenen bei der Frage, ob zwischen dem Trainer und seinen Opfern ein sogenanntes Obhutsverhältnis bestand, sie ihm also etwa zur Erziehung anvertraut waren. Deshalb wurde das Urteil nun in zahlreichen Einzelfällen aufgehoben. Dies führte auch dazu, dass über das Gesamtstrafmaß neu befunden werden muss. Dies wird in einem neuen Prozess geschehen müssen.

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