Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Übernahmeangebot: Schwacher Jahresstart für Intershop

30.04.2019 - Die wirtschaftliche Entwicklung der Jenaer Software-Firma Intershop schwankt seit Jahren stark. Derzeit läuft es bei dem Spezialisten für Internet-Handelsprogramme nicht so gut. Der Vorstand erwartet Besserung - auch dank eines Investors.

  • Intershop-Schriftzug an einem Gebäude. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Intershop-Schriftzug an einem Gebäude. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Jena (dpa/th) - Die Umstellung des Geschäftsmodells sorgt weiter für rote Zahlen beim Jenaer Software-Anbieter Intershop. Im ersten Quartal 2019 verbuchte das börsennotierte Unternehmen ein negatives Betriebsergebnis (Ebit) von 2,1 Millionen Euro, wie der Vorstand am Dienstag in Jena mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus nur bei 700 000 Euro gelegen.

Der Quartalsumsatz verringerte sich von 8,1 Millionen auf 7,3 Millionen Euro. Intershop-Vorstandschef Jochen Wiechen sprach von einem verhaltenen Start ins Geschäftsjahr, bestätigte jedoch die Geschäftsprognose mit einem Umsatzplus von mehr als zehn Prozent und einem «leicht negativen operativen Ergebnis». Intershop hat sein Geschäft auf Cloudlösungen umgestellt. Kunden müssen damit keine Software-Lizenzen kaufen, sondern zahlten nur noch für die Nutzung der Programme für den Internet-Handel. Dadurch soll sich der Umsatz kontinuierlicher als in der Vergangenheit entwickeln.

«Die wiederkehrenden Cloud-Umsätze sind im ersten Quartal um 30 Prozent gestiegen», sagte Wiechen. Allerdings habe sich der Auftragseingang nur verhalten etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals entwickelt. Grund seien Projektverschiebungen. «Das neue Geschäft baut sich auf», sagte der Vorstandschef.

Nach einer Kapitalerhöhung im Februar sei Intershop trotz der Verluste weiterhin finanziell stabil. Per Ende März verfügte das Unternehmen nach eigenen Angaben über liquide Mittel von 9,8 Millionen Euro - 35 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Positiv bewertete Wiechen das noch bis Mitte Mai laufende Übernahmeangebot für Intershop-Aktien durch die Frankfurter Beteiligungsgesellschaft Shareholder Value. Sie sei bereits in der Vergangenheit ein wichtiger «Anker-Aktionär» für Intershop gewesen. Derzeit verfüge sie über etwa 30 Prozent der Aktien.

Viele Anteilsscheine des Jenaer Unternehmens, das in den 1990er Jahren zu den Internet-Pionieren in Deutschland gehörte, liegen bei Kleinaktionären. Insgesamt gebe es etwa 42 000 Intershop-Aktionäre, hieß es in Jena. Intershop beschäftigt derzeit rund 340 Mitarbeiter - vor allem Softwareentwickler und Techniker.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren