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Viel Zeit mit Mama Chupa: Elefantenjunges von Herde getrennt

11.08.2020 - Zum ersten Mal gelingt es dem Erfurter Zoo, für Nachwuchs bei den Elefanten zu sorgen. Nach einer nervenaufreibenden Geburt geht es dem Mini-Elefanten gut. Nun kann er bald mit seiner Mutter zur restlichen Herde.

  • Elefantenbaby läuft mit seiner Mutter "Chupa" durch das Freigehege im Zoopark. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Elefantenbaby läuft mit seiner Mutter "Chupa" durch das Freigehege im Zoopark. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das neue Elefantenjunge im Erfurter Zoopark soll sich erst ganz langsam an seine Artverwandten gewöhnen. «Die Elefantenkühe sollen Schritt für Schritt wieder zusammengeführt werden. Erst zum Schluss lernt das Kalb auch den Bullen kennen», sagte Zoodirektorin Sabine Merz am Dienstag bei der Vorstellung des neuen weiblichen Nachwuchses im Erfurter Zoopark. Momentan ist das kleine Elefanten-Mädchen noch die ganze Zeit bei seiner Mutter Chupa - beide sind getrennt von der übrigen Herde. «Wir wollten, dass sich die Mutter-Kind-Bindung erstmal festigt», sagte Zoo-Tierärztin Tina Risch. Vater ist der stattliche Elefantenbulle Kibo.

Die Geburt des Kalbes am 5. August kurz nach Mitternacht war eine Premiere für den Zoo, auf die mehrere Teams lange hingearbeitet hatten. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Einrichtung, dass die Elefantenzucht gelingt. 666 Tage war Chupa trächtig. «Seit dem 617. Tag hatten wir eine Nachtwache», sagte Tierärztin Risch. Die Geburt sei «extrem aufregend» gewesen. «Unsere Herde hat keinerlei Erfahrung mit Nachwuchs. Deshalb mussten die Tierpfleger gewissermaßen die Rolle der Herde übernehmen», sagte Merz.

Demnach stellen sich andere Elefantenkühe oft gleich nach der Geburt zwischen die Mutter und das Junge. Dadurch werde verhindert, dass die Mutter das Kalb tötet. «Eine Elefantengeburt ist anatomisch eine der schwierigsten im Tierreich - und extrem schmerzhaft», sagte Merz. Unerfahrene Elefantenkühe könnten das Junge möglicherweise töten. Daher sperrten die Zoomitarbeiter Chupa nach der Geburt zunächst weg, damit sie sich beruhigen kann.

Chupas Kalb wog 114 Kilogramm, als es auf die Welt kam. Nach der Geburt verlor das Kalb zunächst etwas Gewicht, was laut Tierärztin Risch aber normal sei. Später werde es etwa ein Kilogramm pro Tag zulegen. Alle paar Minuten versucht das Elefantenmädchen bei seiner Mutter Milch zu trinken. Bei den Dickhäutern ist das gar nicht so einfach. Das Kalb muss seinen Rüssel komplett nach hinten umklappen, um mit dem Maul an die Zitzen zu kommen. Hinzu kommt die schiere Höhe der Nahrungsquelle: Der kleine Elefant muss sich strecken, um an die Milch zu kommen.

Einen Namen hat das Elefantenjunge noch nicht. «Daran arbeiten wir gerade», sagte Merz. Den Besuchern soll das Kalb am Mittwoch vorgestellt werden - pünktlich zum Tag der Elefanten.

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