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Wahlumfrage: Linke und CDU fast gleichauf, AfD schwächer

17.10.2019 - Nach einer neuen Umfrage vor der Landtagswahl in Thüringen kommt die CDU wieder näher an die Linke heran. Der CDU-Generalsekretär sieht den Beginn einer Aufholjagd gekommen. Die AfD dagegen landet nur noch auf dem dritten Rang.

  • Abgeordnete und Regierung sitzen im Thüringer Landtag. Foto: Martin Schutt/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Abgeordnete und Regierung sitzen im Thüringer Landtag. Foto: Martin Schutt/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt/Mainz (dpa/th) - Linke und CDU liegen nach einer neuen Umfrage knapp eineinhalb Wochen vor der Thüringer Landtagswahl fast gleichauf. Die AfD rangierte nach der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-Politbarometer auf dem dritten Rang. SPD und Grüne lagen knapp unter zehn Prozent. Damit könnte eine Regierungsbildung nach der Landtagswahl am 27. Oktober schwierig werden. Derzeit führt Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) eine rot-rot-grüne Koalition. Befragt wurden in der Zeit vom 14. bis zum 16. Oktober 1004 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte in Thüringen.

Die Linke kam danach bei der Sonntagsfrage auf 27 Prozent - und damit erneut auf den ersten Platz. Die CDU, die vor fünf Jahren aus der Regierung fiel, erreichte bei der Umfrage 26 Prozent. Die Christdemokraten sind derzeit die stärkste Kraft im Landtag. Jüngsten Umfragen zufolge könnten sie diese Position aber verlieren. Die AfD landete bei der neuen Ergebung bei 20 Prozent - und damit deutlich unter ihren Werten in anderen Umfragen im August und September.

AfD-Landessprecher Stefan Möller will für seine Partei in den Umfragewerten keine Trendwende herauslesen. «Ich sehe eher einen Dämpfungsprozess, was den Erfolg angeht», sagte Möller. Dies hänge mit «Hass und Verachtung gegenüber der AfD zusammen». Als Beispiel nannte Möller, dass der AfD in der Diskussion um den Mordanschlag in Halle eine Mittäterschaft unterstellt werde.

Thüringens CDU-Generalsekretär Raymond Walk wertete die Umfrage als Signal, dass die «Aufholjagd» für die CDU begonnen habe. «Die Zahlen zeigen, dass die Wahl noch völlig offen ist», sagte Walk. Wichtig sei, dass die aktuelle Regierung von Linke, SPD und Grünen der Erhebung zufolge keine Mehrheit mehr habe.

Die Koalitionspartner der Linken, SPD und Grüne lagen bei der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen bei neun beziehungsweise acht Prozent. SPD-Spitzenkandidat Wolfgang Tiefensee sagte, er nehme das Umfrageergebnis sehr ernst. «Es zeigt, dass wir uns auf niedrigem Niveau stabilisiert haben», sagte Tiefensee. Es gelte jetzt, «alle Kräfte zu mobilisieren». Tiefensee betonte, dass er für ein besseres Ergebnis als bei der Wahl 2014 kämpfe. Damals votierten 12,4 Prozent für die SPD.

Den aktuellen Umfragewerten nach würde weder die derzeitige rot-rot-grüne Koalition noch eine Regierung aus CDU, SPD und Grünen eine Mehrheit im Landtag haben. Die FDP, die derzeit nicht im Landtag vertreten ist, kam auf fünf Prozent - und muss damit weiter um den Einzug ins Parlament bangen.

Bei der theoretischen Frage, wen die Befragen lieber als Ministerpräsidenten hätten, nannten 50 Prozent Amtsinhaber Ramelow und 31 Prozent den CDU-Spitzenkandidaten Mike Mohring.

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