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Weihnachtsgeschäft stellt Paketbranche vor Herausforderungen

14.12.2019 - Onlinehandel, Paketdienste, Gastronomie - in der Vorweihnachtszeit haben einige Branchen besonders viel zu tun. Oft geht das nicht ohne Saisonkräfte. Doch diese zu finden, stellt viele vor eine Herausforderung.

  • Ein DHL Paketzusteller nimmt Pakete in einer Zustellbasis vom Band. Foto: Jan Woitas/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein DHL Paketzusteller nimmt Pakete in einer Zustellbasis vom Band. Foto: Jan Woitas/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Zur Bewältigung des stressigen Weihnachtsgeschäfts stellt die Paket- und Logistikbranche in Thüringen mehr Mitarbeiter ein als sonst. Im Paketzentrum von Deutsche Post DHL in Nohra müssten rund 70 Mitarbeiter eingestellt werden, um doppelt so viele Pakete wie üblich bearbeiten zu können, sagte Thomas Kutsch von DHL der Deutschen Presse-Agentur. In Nohra arbeiten derzeit bis zu 300 Mitarbeiter aus 50 Nationen. Ziel sei es, die Angestellten möglichst dauerhaft zu binden.

In Deutschland werden Berechnungen des Bundesverbands Paket- und Expresslogistik (BIEK) zufolge im November und Dezember 2019 rund 355 Millionen Sendungen an Privatpersonen gestemmt. Zu Spitzenzeiten werden demnach bis zu 19 Millionen Sendungen pro Tag befördert. Im Vergleich zum Weihnachtsgeschäft im Vorjahr wird mit Zuwächsen zwischen 7 und 8 Prozent gerechnet. Bundesweit werden im Weihnachtsgeschäft rund 25 000 zusätzliche Zusteller eingesetzt.

Der Paketdienstleister UPS zieht dagegen nach eigenen Angaben Arbeitskräfte aus anderen Abteilungen ab, um beim Ausliefern zu helfen. «Zu diesen Zeiten sind alle mit im Einsatz», sagte Sprecher Holger Ostwald. Auch Familienangehörige von Beschäftigten würden als Aushilfen eingesetzt. Beim Onlinehändler Amazon gibt es einer Sprecherin zufolge aktuell keine Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden.

Auch Schausteller auf den Weihnachtsmärkten suchen geeignetes Personal. Aktuell stelle man vor allem Saisonkräfte aus Rumänien ein, sagte der Vorsitzende des Schaustellerfachverbands Thüringen, Michael Bang. Das liege daran, dass sich nur sehr wenige Deutsche für die teils schwere und mit viel Reisen verbundene Arbeit interessieren und polnische Aushilfen auf besser bezahlte Jobs in Großbritannien ausgewichen sind.

Es gebe in der Branche häufig Sprachprobleme. «Es kam schon öfter vor, dass Schausteller fest gebuchte Plätze absagen mussten, weil sie nicht genügend Personal fanden», erzählte der Marktmeister vom Erfurter Weihnachtsmarkt, Sven Kaestner. «Die Lage scheint da in manchen Fällen tatsächlich sehr schwierig zu sein.»

Bei der Agentur für Arbeit hat man zur Weihnachtszeit für die Hotel- und Gaststättenbranche zwar keinen erhöhten Personalbedarf verzeichnet. «Gerade in Jena ist die Nachfrage nach qualifiziertem Personal in diesem Bereich aber permanent hoch», sagte Diana Smikalla von der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen.

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