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Wenig Bewerber, viel Angebot: Ausbildungsmarkt schwierig

01.07.2020 - Berufsentscheidung in der Corona-Krise: Für Unternehmen, aber junge Leute ist es derzeit schwierig, den Berufsstart gut zu organisieren.

  • Ein Auszubildender arbeitet in einer Werkstatt. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Auszubildender arbeitet in einer Werkstatt. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Zahl der Jugendlichen in Thüringen, die eine Berufsausbildung starten wollen, sinkt weiter und bleibt deutlich hinter dem Lehrstellenangebot zurück. Das geht aus Zahlen der Landesarbeitsagentur von Mittwoch hervor. Danach haben sich bisher rund 7800 junge Leute bei den Arbeitsagenturen für einen Ausbildungsplatz gemeldet. Das waren 1200 weniger als vor einem Jahr. Dem ständen 11 000 Ausbildungsstellen gegenüber. Das waren allerdings auch 1700 weniger als im Juni 2019.

Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sind noch 3400 potenzielle Lehrstellenbewerber ohne Ausbildungsvertrag. «Die Zahlen des Ausbildungsmarktes sind alarmierend», erklärte der stellvertretender Bezirksvorsitzender des DGB Hessen-Thüringen, Sandro Witt.

«Wir haben weiterhin einen deutlichen Überhang bei den Ausbildungsstellen, so dass junge Menschen in Thüringen gute Ausbildungschancen haben, wenn sie offen für Alternativen sind und auch links und rechts von ihrer ersten Wahl suchen», erklärte der Geschäftsführer der Landesarbeitsagentur, Markus Behrens. Kammern und Berufsverbände würden derzeit bei ihren Mitgliedern dafür werben, den Auswirkungen der Corona-Krise zum Trotz Ausbildungsverträge abzuschließen.

Nach einer Umfrage der drei Industrie- und Handelskammern (IHK) in Thüringen unter 500 Betrieben sind die Einschränkungen in der Ausbildung während der Corona-Krise nicht so stark ausgefallen wie befürchtet. In drei von vier Firmen konnten danach die Auszubildenden mit Änderungen in Organisation und Abläufen weiter ihren Aufgaben nachgehen. In jedem vierten Betrieb wurde der Nachwuchs zumindest gelegentlich im Homeoffice oder mobil beschäftigt, habe die Befragung ergeben. Kurzarbeit mussten fünf Prozent der Befragten für Lehrlinge beantragen.

«Die durch Corona befürchtete Kündigungswelle von Auszubildenden ist dank der flexiblen Ausbildungsorganisation in den Unternehmen sowie der staatlichen Unterstützungsleistungen ausgeblieben», erklärte die Geschäftsführerin der IHK Erfurt, Cornelia Haase-Lerch. Bisher hätten nur zwei Unternehmen unter den Befragten für 2020 geschlossene Ausbildungsverträge wieder gelöst.

79 Prozent der Unternehmen wollten auch in diesem Jahr Auszubildende einstellen - teilweise mit Bewerbungsgesprächen per Telefon- oder Videoschalte. Die Kammern bekräftigten ihre Forderung nach einer finanziellen Unterstützung von Ausbildungsbetrieben.

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