Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Weniger Organspenden in Thüringen

13.01.2020 - Erfurt/Berlin (dpa/th) - In Thüringen ist die Zahl der Organspenden zurückgegangen. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) verzeichnete im vergangenen Jahr 27 Spender - zehn weniger als noch im Vorjahr, wie die DSO am Montag mitteilte. Damit ging auch die Zahl der gespendeten Organe zurück - von 116 im Jahr 2018 auf 68 im vergangenen Jahr. Bundesweit weisen die Daten auf einen ähnlichen Trend hin. Die Zahl der Organspender ging in Deutschland leicht von 955 auf 932 zurück, die Zahl der gespendeten Organe von 3113 auf 2995. Die Zahlen wurden wenige Tage vor der wichtigen Abstimmung im Bundestag zum Thema Organspende veröffentlicht.

  • Ein Organspendeausweis, aufgenommen vor dem Modell eines menschlichen Torsos. Foto: Daniel Maurer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Organspendeausweis, aufgenommen vor dem Modell eines menschlichen Torsos. Foto: Daniel Maurer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Medizinische Vorstand der DSO, Axel Rahmel, spricht für die bundesweiten Zahlen 2019 nur von statistischen Schwankungen und keiner großen Änderung. «Allerdings bildet Deutschland mit einer bundesdurchschnittlichen Spenderrate von 11,2 Spendern pro eine Million Einwohner nach wie vor eines der Schlusslichter im internationalen Vergleich», heißt es in der in Frankfurt/Main veröffentlichten Mitteilung.

Am Donnerstag (16. Januar) soll der Bundestag über neue Regeln für Organspenden entscheiden. Dabei geht es um die sogenannte Widerspruchslösung. Ein fraktionsübergreifender Gesetzesentwurf von einer Gruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt die «doppelte Widerspruchslösung» an. Ab dem 1. Oktober 2022 sollen demnach alle Bürger grundsätzlich als Spender gelten. Man soll dazu aber später Nein sagen können. Ansonsten wäre noch bei Angehörigen nachzufragen, ob ihnen ein Widerspruch bekannt ist.

Eine andere Abgeordnetengruppe um Grünen-Chefin Annalena Baerbock schlägt vor, dass alle Bürger mindestens alle zehn Jahre beim Ausweisabholen auf das Thema Organspende angesprochen werden .

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren