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Werner kann sich Maskenpflicht noch länger vorstellen

09.08.2020 - Ende August läuft in Thüringen die Grundverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie aus. Gesundheitsministerin Heike Werner kann sich kleinere Lockerungen vorstellen. Eine Maßnahme, an der sie einst selbst zweifelte, hält sie aber inzwischen für besonders wichtig.

  • Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) trägt eine Mund-Nasen-Bedeckung. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) trägt eine Mund-Nasen-Bedeckung. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Einst sah Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) eine Maskenpflicht skeptisch, inzwischen hält die 51-Jährige sie aber auch auf längere Sicht für ein geeignetes Mittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie. «Ich persönlich finde die AHA-Regel, also Abstand halten, Hygienekonzepte und die Alltagsmaske - und das alles verbunden mit Kontaktnachverfolgung, für einen guten Weg, das Geschehen im Zaum zu halten», sagte Werner der Deutschen Presse-Agentur. Man wisse derzeit noch nicht, wie lange es noch dauere, bis es einen Impfstoff gebe.

In Thüringen sind Mund-Nasen-Bedeckungen zum Beispiel in Bussen, Zügen und Straßenbahnen Pflicht. Auch in Geschäften müssen die Menschen eine Alltagsmaske tragen, oder Mund und Nase mit einem Schal bedecken.

Werner schließt nicht aus, dass die Thüringer auch noch in der Vorweihnachtszeit mit Maske in den Geschäften ihre Geschenke einkaufen werden. «Zumindest sagen uns die Wissenschaftler, dass ab Herbst das Infektionsrisiko steigt», sagte Werner. Im Herbst und im Winter hielten sich die Menschen öfter in geschlossenen Räumen auf und lüfteten weniger. «Deswegen wird das Risiko eher steigen. Und dann ist die Alltagsmaske ein sehr einfache Mittel, das auch viel helfen kann», sagte Werner.

Werner hatte sich zu Beginn der Pandemie gegen eine Maskenpflicht ausgesprochen, ihre Meinung inzwischen aber revidiert. Sie erinnerte daran, dass auch das Robert-Koch-Institut einer Maskenpflicht anfangs skeptisch gegenüberstand. Es habe die Befürchtung gegeben, dass das Tragen einer Alltagsmaske den Menschen ein trügerisches Sicherheitsgefühl vermittle. «Man hatte den Eindruck, dass da mehr schiefgehen kann, als das Risiko tatsächlich zu senken», sagte Werner. Zudem habe man erst mit der Zeit gelernt, dass nicht nur Husten und Niesen zur Infektion führen können, sondern vor allem auch die Aerosole in der Luft - etwa in geschlossenen Räumen. «Ich glaube, man muss lernfähig sein», sagte Werner.

Inzwischen glaube sie, dass das Tragen einer Alltagsmaske im öffentlichen Nahverkehr und in den Geschäften auch in Zukunft eine geeignete Maßnahme im Kampf gegen das Coronavirus sein kann. In diesen Bereichen sei die Pflicht für Kunden, eine Maske zu tragen, auch ein guter Schutz für die Beschäftigten, betonte sie.

In Thüringen läuft die aktuelle Grundverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie Ende August aus. Werner deutete an, dass sie sich kleinere Lockerungen vorstellen könne. Tiefgreifende Änderungen seien nach jetzigem Stand der Dinge aber nicht zu erwarten.

Man müsse das Infektionsgeschehen weiter beobachten. Es sei geplant, mit der nächsten Verordnung «an der einen oder anderen Stelle Stufenkonzepte einzubauen», sagte Werner. «Wir arbeiten gemeinsam auch mit anderen Bundesländern an einem Stufenkonzept, wo es um das Gewerbe der Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter geht», sagte Werner. Denkbar sei etwa, in einem ersten Schritt unter bestimmten Voraussetzungen erotische Massagen wieder zu erlauben.

Ähnliche Konzepte seien auch für Veranstaltungen und für bestimmte Märkte denkbar - jedoch immer mit Auflagen. Lockerungen für Diskotheken, Clubs und bestimmte Großveranstaltungen seien aber immer noch ein schwieriges Thema, betonte die Ministerin.

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