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Wieder Normalität an Schulen und Kitas: Corona-Tests kommen

24.07.2020 - Schulschließungen und Homeschooling: Hinter Thüringens Kindern und ihren Eltern liegen außergewöhnliche Corona-Monate. Das neue Schuljahr soll bringen, was viele ersehnen: Normalität. Und für Eltern von Kita-Kindern kommt eine Entlastung.

  • Helmut Holter, der Bildungsminister von Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Helmut Holter, der Bildungsminister von Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zehntausende Kinder und Jugendliche in Thüringen sollen mit Beginn des neuen Schuljahres Ende August wieder ohne Einschränkungen betreut und unterrichtet werden. «Wir wollen am 31. August in ein normales Leben zurückkehren», sagte Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am Freitag in Erfurt. Dann sei sowohl für die Kindergärten als auch die Schulen die Rückkehr in den Normalbetrieb nach den Corona-Einschränkungen vorgesehen. Das gelte auch für Hortbetreuung oder Klassenfahrten. Alle 44 000 Beschäftigten in den Kitas und Schulen seien dann wieder im Dienst.

Zusätzlich zu den geltenden Infektionsschutzkonzepten sei ein Stufenplan erarbeitet worden, der regele, wie bei Infektionsfällen agiert werde, sagte Holter. Er reiche bis zur vorübergehenden Schließung von Einrichtungen bei hohen Corona-Infektionszahlen und der Organisation einer Notbetreuung. Zwischen den Stufen grün und rot - Normalbetrieb und Schließung - liege die gelbe Stufe mit eingeschränktem Regelbetrieb.

Diese Stufe sehe unter anderem vor, dass Unterricht und Betreuung in festen Gruppen mit festgelegtem Personal erfolge. Für Pädagogen mit Risikopotenzial könne die Präsenzpflicht aufgehoben werden. Zwischen den Gruppen soll es keinen Kontakt geben. «Bei hohen Infektionszahlen werden wir schnell reagieren», sagte Holter.

Schulen und Kitas sollen zudem grundsätzlich nicht von Menschen betreten werden, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden oder aus einem Risikogebiet zurückkehrt sind.

Die seit Wochen diskutierten freiwilligen Corona-Tests für Lehrer und Erzieher starten nach Angaben des Ministers vor dem Beginn des neuen Schuljahres. «Ab 17. August sind die Tests auf freiwilliger Basis möglich.» Mit der Kassenärztlichen Vereinigung werde voraussichtlich am kommenden Mittwoch ein entsprechender Vertrag geschlossen. Die Kosten für die Tests übernehme das Land. Dafür seien rund drei Millionen Euro vorgesehen. Jeder Test koste etwa 69 Euro. Auch Mehrfachtests seien möglich, so der Minister.

Vorgesehen sei, dass die Kassenärztliche Vereinigung eine Hotline einrichte. Dort sollten Informationen abrufbar sein, wo Tests möglich seien, für die ein Papier mit einer Arbeits- und Kostenübernahmebestätigung vorgelegt werden müsse.

Mehrere Landtagsfraktionen, die Landesschülervertretung und Sozialverbände begrüßten die Rückkehr zum Regelbetrieb an Schulen und Kitas, kritisierten aber Details. Der Bildungspolitiker der CDU-Fraktion, Christian Tischner, bezeichnete es als unverständlich, dass die Kindergärten erst zu Schuljahresbeginn in den Regelbetrieb gingen und nicht bereits im August. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Astrid Rothe-Beinlich, forderte, dass es im neuen Schuljahr besondere Unterstützungsangebote für Schüler geben müsse, die während des Lockdowns besonders benachteiligt gewesen seien. FDP-Bildungspolitikerin Franziska Baum verlangte bessere Bedingungen für digitalen Unterricht.

Holter informierte darüber, dass von August an auch das vorletzte Kita-Jahr vor der Einschulung beitragsfrei ist. Im kommenden Monat trete das neue Kindergartengesetz mit dem zweiten beitragsfreien Jahr in Kraft. Geregelt sei auch, dass das Land für Kinder, die 2021 in die Schule kommen, auch den 13. Monat bezahle, weil der Schuljahresbeginn im kommenden Jahr erst im September liege, sagte Holter.

In den Kommunen hatte es Diskussionen gegeben, wie mit dem 13. Monat finanziell umgegangen werden soll, weil nach dem Gesetz eigentlich 24 Monate Kindergarten beitragsfrei für die Eltern gestellt sind. Die Kommunen erhalten dafür die Zahlungen vom Land. Das gelte jetzt auch für exakt 13 Monate und fünf Tage im kommenden Jahr für Kinder, die im September 2021 in die Schule kommen, so der Minister. Das letzte Jahr vor der Einschulung war in Thüringen bereits kostenfrei.

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