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Zeiss Meditec spürt die Corona-Krise: Kurzarbeit nötig

11.05.2020 - Die Carl Zeiss Meditec AG profitiert von der weltweit steigenden Zahl an Augenbehandlungen. Doch die Corona-Krise bremst auch den Thüringer Medizintechnik-Konzern. Eine Geschäftsprognose wagt der Vorstand derzeit nicht.

  • Am Werk der Zeiss Meditec AG hängt das Firmenlogo von Zeiss. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Am Werk der Zeiss Meditec AG hängt das Firmenlogo von Zeiss. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Corona-Krise hinterlässt Spuren in der Geschäftsbilanz des weltweit agierenden Medizintechnik-Konzerns Carl Zeiss Meditec. «Wir haben im zweiten Quartal von Monat zu Monat eine Abschwächung verspürt», sagte Vorstandschef Ludwin Monz am Montag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen am Konzernsitz in Jena. Das Unternehmen habe seine Fertigungskapazitäten der geringeren Nachfrage angepasst. Es gebe Kurzarbeit, aber keine der Produktionsstätten musste vorübergehend stillgelegt werden, sagte Monz der Deutschen Presse-Aentur.

Das zum baden-württembergischen Optik-Konzern Carl Zeiss AG (Oberkochen) gehörende MDax-Unternehmen beschäftigt rund 3400 Mitarbeiter, davon 1450 in Deutschland. Carl Zeiss Meditec ist auf Ausrüstungen zur Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen sowie für die Mikrochirurgie spezialisiert.

Wegen der Corona-Krise sei in der ersten Hälfte des im Oktober gestarteten Geschäftsjahres der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 102,5 Millionen Euro gefallen. Im Vorjahreszeitraum hatte das Betriebsergebnis noch bei 110,4 Millionen Euro gelegen. Unterm Strich legte der Gewinn allerdings von 58,9 Millionen auf 65 Millionen Euro zu.

Bereits Anfang April hatte der Vorstand mitgeteilt, dass der Umsatz im ersten Halbjahr um 7,2 Prozent auf knapp 715 Millionen Euro gestiegen sei. Mehr als 90 Prozent des Umsatzes würden im Ausland erwirtschaftet.

Schon im April hatte der Vorstand die Prognose für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr kassiert. «In vielen Ländern geht im Moment gar nichts», sagte Monz am Montag. «Niemand kann sagen, wie schnell die Märkte wieder anziehen.»

Priorität habe jetzt die Sicherheit der Mitarbeiter. Entlassungen seien für den Medizintechnik-Konzern kein Thema. Monz: «So weit sind wir noch lange nicht.» Für das zweite Halbjahr hat das Unternehmen bereits eine «signifikante Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung» durch die Corona-Krise angekündigt.

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