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Falsche Arznei, Patient stirbt: Anklage gegen Pfleger

13.06.2018 - Landshut (dpa/lby) - Gut zwei Jahre nach dem Tod eines Mannes in einem Pflegeheim im Landkreis Dingolfing-Landau hat die Staatsanwaltschaft Landshut Anklage gegen drei Pfleger erhoben. Sie wirft ihnen Mord durch Unterlassen vor. Die Anklagebehörde geht laut Mitteilung vom Mittwoch davon aus, dass eine Pflegerin im Mai 2016 bei einem 66-jährigen Heimbewohner die Medikamente verwechselte, woraufhin der Mann eine Woche später starb. Nachdem sie den Fehler bemerkt hatte, soll sie nichts unternommen haben, um dem Mann zu helfen - damit die Verwechslung nicht auffällt.

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Die Vorgesetzte der Frau und ein weiterer Pfleger hätten von der Verwechslung gewusst, jedoch auch nichts unternommen. Als sich der Zustand des 66-Jährigen verschlechterte, habe der 36-jährige Pfleger zwar eine Ärztin gerufen, ihr jedoch den Fehler mit den Medikamenten verschwiegen.

Die Anklagebehörde geht davon aus, dass der 66-Jährige bei rechtzeitiger Behandlung hätte gerettet werden können. Die Tat sei ans Licht gekommen, als die 60-jährige Vorgesetzte wenige Tage nach dem Tod des Mannes die Verwechslung der Medikamente und die Vertuschung dieses Fehlers gegenüber der Heimleitung zugab.

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