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Jessica Schwarz unterstützt Protest in ihrer Heimatstadt

22.04.2018 - Michelstadt (dpa/lhe) - Schauspielerin Jessica Schwarz (40) hat Verständnis für die «Traueraktion» ihrer Heimatstadt Michelstadt gegen den ausgefallenen verkaufsoffenen Sonntag. «Das hat eine starke Wirkung», sagte Schwarz der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag nach ihrer Ankunft aus Wien und einer Rundfahrt durch die Odenwald-Stadt. Rund 100 Geschäfte und Gastronomen hatten aus Protest Schaufenster schwarz verhüllt und schwarze Tischdecken aufgelegt. Sie hoffe, «die Leute verstehen das als guten Aufbruch, sich noch einmal darüber Gedanken zu machen».

  • Jessica Schwarz vor einem schwarz verhängten Ladenschaufenster. Foto: Frank Rumpenhorst © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Jessica Schwarz vor einem schwarz verhängten Ladenschaufenster. Foto: Frank Rumpenhorst © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Michelstadt hatte den verkaufsoffenen Sonntag und eine damit verbundene Fahrzeugschau «Landpartie» zum ersten Mal seit 2011 abgesagt. Der Grund: die von Gewerkschaften, Kirchen und Sozialverbänden getragene «Allianz für den freien Sonntag» hatte dagegen geklagt und gute Chancen, Recht zu bekommen.

«Leute werden für mehrere Tausend Euro beauftragt, Innenstädte zu beleben und attraktiver zu machen», sagte Schwarz. Da sei es «fatal so eine Möglichkeit eines verkaufsoffenen Sonntags den Leuten wegzunehmen». Der Einzelhandel müsse sich - ähnlich wie Kinos - viel einfallen lassen, um Leute in die Geschäfte zu bringen.

Schwarz ist gerne in ihrer Heimatstadt. «Ich freue mich auf ein Kochkäse-Brot oder Käse-Spätzle», sagte sie direkt nach ihrer Ankunft. «Ich tingle zwischen Berlin, Wien und Michelstadt.»

In ihrer Heimatstadt betreibt sie mit ihrer Schwester Sandra ein kleines Hotel mit Gastronomie, «die träumerei». Bis zum zehnjährigen Bestehen Mitte August soll ein zweites Hotel mit fünf Zimmern in einem um 1640 erbauten Haus fertig sein. Der Name: «träum weiter».

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