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Käuferin darf bockiges Pferd zurückgeben

18.06.2018 - Oldenburg (dpa/lni) - Eine Käuferin darf ein bockiges Pferd zurückgeben. Der Verkäufer muss ihr dafür den Kaufpreis von 55 000 Euro erstatten. Das hat das Oberlandesgericht in Oldenburg entschieden. Geklagt hatte eine Reiterin aus New York, die im Alter von 58 Jahren Reiten gelernt hatte. Sie hatte ein umgängliches und leicht zu reitendes Pferd gesucht. Der Verkäufer aus dem Kreis Emsland bot ihr sein Pferd «Comingo» an, das die Frau nach drei Proberitten kaufte.

  • Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einem Tisch. Foto: Uli Deck/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einem Tisch. Foto: Uli Deck/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Später stellte sich heraus, dass das Pferd schwer zu handhaben war. Die Klägerin habe wegen Sachmangels vom Kaufvertrag zurücktreten wollen, weil das Pferd nicht die vereinbarte Beschaffenheit gehabt habe, teilte eine Gerichtssprecherin am Montag mit. Der Verkäufer lehnte dies ab. Das Gericht gab in seinem Urteil vom 1. Februar der Reiterin Recht. Zeugen hätten bestätigt, dass das Tier misstrauisch und unberechenbar sei. Eine Sachverständige kam zu dem Schluss, dass es für eine Anfängerin nicht geeignet sei.