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Vertreter der Jüdischen Gemeinde froh über schnellen Prozess

19.06.2018 - Berlin (dpa/bb) - Ein Vertreter der Jüdischen Gemeinde in Berlin hat sich erfreut darüber gezeigt, dass es bereits rund zwei Monate nach dem Angriff auf einen Israeli mit Kippa zum Prozess kommt. «Das Positive an dem negativen Fall ist, dass es nicht unter den Teppich gekehrt wird», sagte Mike Samuel Delberg am Dienstag im Amtsgericht Berlin-Tiergarten vor Verhandlungsbeginn gegen einen 19-Jährigen. Er hoffe auf ein schnelles Urteil, mit dem auch ein Zeichen gesetzt werde, so Delberg weiter.

  • Hände halten die Kippa, die im Mittelpunkt des antisemitischen Angriffs Mitte April in Berlin stand. Foto: Sina Schuldt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Hände halten die Kippa, die im Mittelpunkt des antisemitischen Angriffs Mitte April in Berlin stand. Foto: Sina Schuldt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Repräsentant der Jüdischen Gemeinde kam mit Kippa zum Gericht - nach eigenen Angaben, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen. «Man kann als Jude in Berlin Kippa tragen», meinte er. «Aber man muss nicht denken, dass es problemlos ist.»

Der Angriff vor rund zwei Monaten auf den Israeli hatte bundesweit Empörung und eine Welle der Solidarität ausgelöst. In dem Prozess werden dem aus Syrien stammenden Angeklagten gefährliche Körperverletzung und Beleidigung vorgeworfen. Der Angeklagte soll am 17. April den Israeli sowie einen Deutsch-Marokkaner, der ebenfalls eine Kippa trug, antisemitisch beschimpft haben.