Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Taube wahrscheinlich schuld an Zugausfällen in Würzburg

25.06.2018 - Würzburg (dpa/lby) - Eine Taube war möglicherweise schuld am stundenlangen Stillstand mehrerer Züge im Würzburger Bahnhof. Am Sonntag konnten mehrere Züge wegen einer gerissenen Oberleitung nicht mehr weiterfahren. «Es sind Überreste einer Taube im Stromabnehmer eines ICEs gefunden worden», sagte ein Bahnsprecher am Montag. Das Tiere habe sehr wahrscheinlich einen Kurzschluss ausgelöst, der dann wiederum die Oberleitung aufgrund der großen Energie beschädigt habe.

  • Zugausfälle auf einer Anzeigetafel. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zugausfälle auf einer Anzeigetafel. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die Verspätungen seien indes massiv gewesen. «Sowohl im Fern- als auch im Regionalverkehr hatten wir bis Mitternacht mit den Folgen dieser Störung zu tun», so der Sprecher weiter. Es kam zu Zugausfällen, einige Züge kehrten noch vor Würzburg wieder um.

Die gerissene Oberleitung, die 15 000 Volt führt, war auf einen ICE und den Bahnsteig gefallen. Für die im Zug wartenden Fahrgäste habe keine Gefahr bestanden. Die Züge sind wie Autos auch sogenannte Faradaysche Käfige. Das heißt, die elektrische Ladung eines Strom- oder Blitzschlags verteilt sich auf dem Metallkäfig und dringt nicht in den Innenraum ein. Die Bahnsteige wurden schnell abgeriegelt. Die 850 Reisenden in dem ICE durften zunächst nicht aussteigen. Sie mussten etwa eine Stunde in dem Zug ausharren.

Das könnte Sie auch interessieren