Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Staatsanwaltschaft will in Nürnberger LKA-Prozess plädieren

19.06.2018 - Nürnberg (dpa/lby) - Im Nürnberger Spitzel-Prozess gegen sechs Beamte des Bayerischen Landeskriminalamts (LKA) könnte die Staatsanwaltschaft heute mit ihrem Schlussvortrag beginnen. Zuvor soll nach Angaben eines Gerichtssprechers noch ein Zeuge gehört werden. Die Staatsanwaltschaft wirft den Polizisten unter anderem Strafvereitelung im Amt und Diebstahl in mittelbarer Täterschaft vor. Die Ermittler sollen einen V-Mann bei der Rockergruppe «Bandidos» eingeschleust und dessen kriminelle Machenschaften dann gedeckt oder sogar unterstützt haben.

  • Außenansicht des Landgerichts Nürnberg-Fürth. Foto: Daniel Karmann/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Außenansicht des Landgerichts Nürnberg-Fürth. Foto: Daniel Karmann/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hintergrund des Verfahrens vor dem Landgericht Nürnberg ist ein Diebstahl der «Bandidos» von Minibaggern und anderen Baumaschinen 2011 in Dänemark. Daran war auch der damalige Spitzel beteiligt.

Die LKA-Beamten hatten den vorbestraften V-Mann 2009 bei den «Bandidos» in Regensburg eingeschleust, um mehr über die Rockergruppe zu erfahren. V-Leute - Vertrauens- oder Verbindungspersonen - liefern Polizei oder Nachrichtendiensten Informationen aus kriminellen Milieus, in welche die Ermittler sonst keinen Einblick hätten.