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Union-Profis spüren Gefahr: «Situation ist nicht einfach»

22.04.2018 - Eine mögliche Befreiung verpasst, aber den Abstand zur Abstiegszone ausgebaut: Der 1. FC Union bewegt sich weiter zwischen Sorge und Hoffnung. Trainer Hofschneider wechselte gegen Heidenheim genau richtig, will sich aber nicht als Gewinner des 1:1 sehen.

  • Unions Felix Kroos gibt Anweisungen auf dem Spielfeld. Foto: Annegret Hilse/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Unions Felix Kroos gibt Anweisungen auf dem Spielfeld. Foto: Annegret Hilse/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa/bb) - Die Gefahr lauert weiter an der «Alten Försterei». Selbst die eigentlich abgezockten Profis des 1. FC Union wie der 32-jährige Marc Torrejon spüren den Druck im Kampf um den Klassenerhalt. «Jetzt haben wir eine wichtige Phase, in der wir Schulter an Schulter arbeiten müssen», betonte der Spanier nach dem mageren 1:1 (0:0) gegen den 1. FC Heidenheim.

Die Berliner vergaben mit dem vierten Remis nacheinander im eigenen Stadion gegen einen ebenfalls noch gefährdeten Gegner die Chance, sich am 31. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga punktemäßig aus der Gefahrenzone zu verabschieden. Torrejon verwies wie die Kollegen auf das Positive: «Jeder Punkt hilft jetzt.» Der Abstand auf Relegationsplatz 16 wurde zumindest auf vier Zähler ausdehnt.

«Die Situation ist selbst für erfahrene Spieler nicht einfach», räumte Trainer André Hofschneider ein: «Deshalb herrscht mehr der Gedanke, lieber nichts zu verlieren, als das Spiel aggressiv zu gewinnen.» Auf dem Rasen sah das vor 21 124 Zuschauern so aus, dass sich die Unioner lieber nach hinten die Bälle zuschoben, als offensiv ein Risiko einzugehen. Erst als Nikola Dovedan die Gäste in Führung gebracht hatte (58. Minute), veränderten der Trainer und seine Spieler ihre Vorsichts-Taktik.

Hofschneider brachte 20 Minuten vor Schluss die Offensivkräfte Kenny Prince Redondo und Philipp Hosiner. Nur vier Minuten danach legte Hosiner auf, Redondo traf per Kopf (74.). Als Gewinner des einen Punktes wollte sich der Berliner Chefcoach aber nicht sehen. «Mich freut es einfach für Kenny, weil er eine lange Leidensgeschichte hinter sich bringen musste», betonte Hofschneider: «Die Jungs stehen für mich schon im Vordergrund.»

Der 23 Jahre alte Redondo hatte wegen verschiedener Verletzungen mehrere Monate nicht spielen können, jetzt konnte er als Joker helfen. «Es ziehen alle mit, das hat man gesehen», bemerkte der Torschütze und ergänzte zu seiner Einwechselrolle: «Dafür sind wir da, frischen Wind reinzubringen.»

Hofschneider lobte die Moral seines Teams, das nach dem Rückstand nicht umfiel: «Jetzt fahren wir nach Darmstadt, um zu gewinnen.» Für den Kontrahenten, der mit 34 Punkten auf Platz 17 steht, ist die Partie am kommenden Samstag so etwas wie eine letzte Chance.

Felix Kroos muss in Darmstadt pausieren. Der Kapitän leidet seit zwei Wochen an einer Blessur im Sprunggelenk. Das Team müsse «vorläufig auf Kapitän Kroos verzichten», teilte Union mit. Ein Einsatz im nächsten Spiel am Samstag sei nicht wahrscheinlich.

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