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Stimmen aus Berlin zu Christchurch

15.03.2019 - Bei einem mutmaßlichen Terroranschlag im neuseeländischen Christchurch sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Das allgemeine Entsetzen und die Trauer sind groß - auch in Berlin.

  • Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, nimmt an einer Veranstaltung teil. Foto: Alexander Heinl/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, nimmt an einer Veranstaltung teil. Foto: Alexander Heinl/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa/bb) - Der mutmaßliche Terrorangriff im neuseeländischen Christchurch hat in Berlin für Entsetzen gesorgt. «Ich bin mit den Berlinerinnen und Berlinern schockiert von diesem monströsen terroristischen Massaker», ließ der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) über die Homepage der Senatskanzlei mitteilen. Berlin sei und bleibe die «Stadt der Freiheit» - erst recht in diesen Stunden und gerade für muslimische Mitbürger.

Bei dem mutmaßlichen Terrorangriff auf zwei Moscheen in Christchurch waren am Freitag mindestens 49 Menschen getötet worden. Mehrere Dutzend muslimische Gläubige kamen mit teils schweren Schussverletzungen ins Krankenhaus.

Auf Nachfrage bestätigte die Senatskanzlei der Deutschen Presse-Agentur, dass das Brandenburger Tor nicht in den Farben Neuseelands angestrahlt wird, wie es schon nach anderen Anschlägen der Fall war. Dies sei nach einer internen Richtlinie nur vorgesehen, wenn Partnerstädte von Berlin oder Städte, zu denen eine besondere Verbindung bestehe, betroffen seien. Das sei bei Christchurch - trotz allen Mitgefühls - nicht der Fall.

Bereits am Freitagmorgen hatte sich die Ibn Rushd-Goethe Moschee zu den Anschlägen geäußert. «Wir sind zutiefst erschüttert», hieß es in einer Mitteilung. «Es macht uns immer wieder fassungslos, wie Religion als Grund instrumentalisiert wird, um kranke Wahnvorstellungen zu befriedigen, Gesellschaften zu spalten und unschuldige Menschen in den Tod zu reißen.»

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland zeigte sich auf seiner Homepage betroffen: «Wir beten für die Opfer, trauern um sie und sind in Gedanken bei den Angehörigen», wird der Vorsitzende Aiman Mazyek zitiert. Der Zentralrat rief dazu auf, für die Toten zu beten. In vielen Moscheen würden am Freitag ohnehin im Rahmen der «Wochen gegen Rassismus» die Freitagspredigten den Kampf gegen alle Formen der Menschenfeindlichkeit behandeln.

Die Berliner Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement und Internationales, Sawsan Chebli (SPD), äußerte sich über Twitter: «Diese Menschen sind nicht Opfer eines einzelnen Mörders. Sie sind Opfer der weltweiten Stimmungsmache gegen den Islam und Muslime.» Von der Botschaft Neuseelands in Berlin hieß es auf Nachfrage, man könne zu den Vorkommnissen kein Statement abgeben. Die israelische Botschaft schrieb auf Twitter: «Wir sind bestürzt und fassungslos über die Nachrichten aus Christchurch. Terror und Hass dürfen niemals und nirgendwo akzeptiert werden.»

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