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Laschet kritisiert Moscheeverband Ditib

29.09.2018 - Berlin (dpa) - Vor seinem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet den türkisch-islamischen Moscheeverband Ditib kritisiert. «Grundsätzlich muss Ditib sich wieder auf die theologische, seelsorgerische Arbeit konzentrieren, nicht Politik machen», sagte der CDU-Politiker der «taz am Wochenende». «Nicht Gülen-Leute beobachten oder für die Besetzung von Syrien beten. Da ist eine Grenze überschritten», sagte Laschet.

  • Die Zentralmoschee der DITIB in Köln. Foto: Rolf Vennenbernd © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Zentralmoschee der DITIB in Köln. Foto: Rolf Vennenbernd © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die türkische Führung macht die Bewegung um den in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich.

Seine Kritik will Laschet auch Erdogan mitteilen. Dieser will am Samstag in Köln eine Ditib-Moschee eröffnen. Laschet wird ihn zuvor zu einem Gespräch treffen, aber nicht an der Eröffnung teilnehmen. Die Landesregierung hat nach eigener Darstellung alle Beziehungen zu dem Verband eingefroren.

Das Treffen am Samstag (14.00 Uhr) sollte ursprünglich auf Schloss Wahn stattfinden. Weil die Schlossbesitzer aber einen Empfang Erdogans aus politischer Überzeugung abgelehnt hatten, musste eilig ein neuer Ort gefunden werden. Das Gespräch zwischen Erdogan und Laschet findet nun am Flughafen Köln/Bonn statt. Wie die Düsseldorfer Staatskanzlei am Freitagabend mitteilte, wollen Laschet und Erdogan auf dem militärischen Teil des Airports im Empfangsgebäude der Flugbereitschaft zusammentreffen. Danach fährt Erdogan weiter zur Eröffnung der Ditib-Zentralmoschee nach Köln. Die Türkisch-Islamische Union Ditib wird vom türkischen Staat kontrolliert.

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