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Machbarkeitsstudie zu neuer Güterstrecke abseits des Rheins

06.11.2018 - Berlin (dpa/lrs) - Der Bund hat sich für eine Machbarkeitsstudie zu einer Alternativtrasse für den Güterverkehr der Bahn abseits des Mittelrheins ausgesprochen. Der «zeitnahe Beginn» einer solchen Studie sollte unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Bewertung in Betracht gezogen werden, hieß es in einer Bewertung zahlreicher Schienen-Ausbauvorhaben durch das Bundesverkehrsministerium, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Minister Andreas Scheuer (CDU) wollte sie am Dienstagvormittag in Berlin vorstellen.

  • Luftaufnahme eines Abschnitts des Mittelrheintals. Foto: Arne Dedert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Luftaufnahme eines Abschnitts des Mittelrheintals. Foto: Arne Dedert/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Belastung der Strecken im Mittelrheintal sei hoch, die zu erwartenden Planungs- und Bauzeiten einer möglichen Alternativstrecke seien außergewöhnlich lang, befand das Ministerium. Es hatte Projekte geprüft, die im Bundesverkehrswegeplan 2030 im Abschnitt «Potenzieller Bedarf» gelandet waren. In die Topkategorie vordringlicher Projekte mit einer gesicherten Finanzierung stufte das Ministerium den sogenannten Mittelrhein-Korridor aber nicht hoch. Die Kosten dafür werden mit 7,76 Milliarden Euro angegeben. Rentabel werde das Ganze erst nach einer deutlichen Steigerung der transportierten Gütermenge im nördlichen Mittelrheinkorridor.

Die Strecke entlang des Mittelrheins ist Teil der wichtigen Güterverkehrsachse Rotterdam-Genua. Hunderte Züge rattern täglich durch das Welterbegebiet und überziehen es mit einem Lärmteppich. Bahnlärm-Gegner fordern seit vielen Jahren eine alternative Strecke abseits des engen Flusstals durch Taunus und Westerwald.

Für nicht sinnvoll erachtet das Bundesverkehrsministerium einen weiteren Ausbau der Bahnstrecke von Ludwigshafen via Saarbrücken bis zur deutsch-französischen Grenze. Die Trasse werde derzeit schon mit einem neuen Zugsicherungs- und Steuerungssystem ausgestattet, das dann Geschwindigkeiten von 200 Stundenkilometern ermögliche. Ein weiterer Ausbau brächte nur geringfügig kürzere Fahrzeiten.

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