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Starker Rückgang bei Firmenpleiten in Sachsen-Anhalt

21.02.2019 - Magdeburg (dpa/sa) - Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Sachsen-Anhalt ist im Bundesvergleich überdurchschnittlich stark zurückgegangen. Im vergangenen Jahr sind landesweit 485 Firmen in die Pleite gerutscht, wie die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Insolvenzstudie für Deutschland mitteilte. Das entspricht einem Rückgang um 5,8 Prozent gegenüber 515 Fällen im Jahr 2017. Nur Sachsen erreichte unter allen ostdeutschen Bundesländern einen noch stärkeren Rückgang (10,3 Prozent). Von 10 000 Unternehmen in Sachsen-Anhalt gingen im vergangenen Jahr 74 Firmen in Insolvenz.

  • Der Schriftzug «Insolvenz» steht auf einem Tisch. Foto: Soeren Stache/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Schriftzug «Insolvenz» steht auf einem Tisch. Foto: Soeren Stache/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bundesweit meldeten nach Crifbürgel-Angaben 19 552 Unternehmen Insolvenz an. Ein Jahr zuvor waren es 20 276. Die Zahl sei zum neunten Mal in Folge gesunken und habe den tiefsten Stand seit Einführung der neuen Insolvenzordnung im Jahr 1999 erreicht.

«2019 wird die Trendumkehr eingeleitet und wir erwarten einen Anstieg bei den Firmeninsolvenzen», erklärte Geschäftsführerin Ingrid Riehl am Donnerstag. Gefährdet seien unter anderem «Zombie-Unternehmen», die das derzeitige Niedrigzinsumfeld am Markt halte, die aber unter normalen Bedingungen nicht wettbewerbsfähig wären.

Die meisten Firmenpleiten gab es nach Crifbürgel-Berechnungen 2018 in Bremen mit 105 Fällen je 10 000 Unternehmen, die wenigsten in Bayern mit 41 je 10 000 Unternehmen. Der Bundesschnitt lag bei 59 Fällen je 10 000 Firmen.

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