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Weniger Hering, mehr Dorsch: Berufsfischer enttäuscht

16.10.2018 - Hamburg (dpa/lno) - Deutschlands Berufsfischer sind von den neu festgelegten Fangquoten für die westliche Ostsee enttäuscht. Sie seien existenzbedrohend, teilte der Verband der deutschen Kutter- und Küstenfischer am Dienstag mit. Da sich die Bestände insgesamt positiv entwickeln und die wissenschaftlichen Vorhersagen günstig waren, hätten sie für 2019 bessere Quoten erwartet. Stattdessen werde für die deutsche Fischerei die westliche Heringsquote (minus 48 Prozent) zum zweiten Mal in Folge stark gesenkt.

  • Fischer holen ihre Stellnetze mit Hering ein. Foto: Christian Charisius/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Fischer holen ihre Stellnetze mit Hering ein. Foto: Christian Charisius/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch sei die Erhöhung beim westlichen Dorsch (plus 70 Prozent) nicht so hoch ausgefallen wie erwartet. «Ohne erneute finanzielle Hilfe wird die deutsche Ostseefischerei jetzt aber in große Schwierigkeiten geraten», sagte der Generalsekretär des Deutschen Fischerei-Verbandes, Peter Breckling. «Die Fischer hoffen, dass die Krisenhilfe des Bundesministeriums für befristete Stilllegung in 2019 fortgeführt werden kann.»

Nach Einschätzung des Kutterverbandes haben sich die Fischbestände in der Ostsee in den vergangenen Jahren durch die nachhaltige Bewirtschaftung verbessert. «Wir stehen ganz klar zum Prinzip der Nachhaltigkeit bei der Bestandsbewirtschaftung», bekräftigte der Vorsitzende Dirk Sander. «Aber die Fischereibetriebe und die Küstengemeinden dürfen dabei nicht auf der Strecke bleiben. Nachhaltigkeit bedeutet auch wirtschaftliche Stabilität, und ohne Fischer bekommt der Verbraucher keinen Fisch.»

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