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Soul-Hochgefühle mit Martha High

13.02.2020 - Sie sang oder singt für Soul- und Funk-Helden wie James Brown und Maceo Parker. Jetzt zeigt Martha High, was sie in 55 Jahren gelernt hat - mit einem Soloalbum, das Hochgefühle beschert.

  • Phänomenale Stimme: Martha High. Foto: Stefano Caporilli/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Phänomenale Stimme: Martha High. Foto: Stefano Caporilli/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Was für eine Sängerin! Die Stimme von Martha High geht sprichwörtlich durch Mark und Bein. Kein Wunder aber auch - dieser Gesang hat schließlich schon den großen James Brown begeistert. Jetzt tritt sie als Soul-Solokünstlerin ins Rampenlicht.

Rund 35 Jahre lang war die 1945 als Martha Harvin in Victoria/Virginia geborene Afroamerikanerin Background-Sängerin für den «Godfather of Soul». Sie war in Boston dabei, wo Brown nach der Ermordung von Martin Luther King auf der Bühne stand. Sie flog mit ihm nach Vietnam, um die US-Soldaten zu unterhalten. Und sie sang 1974 in Kinshasa beim legendären «Rumble In The Jungle»-Boxkampf von Muhammad Ali und George Foreman. Seit längerem ist Martha High als Frontfrau des James-Brown-Saxofonisten Maceo Parker unterwegs.

Auf ihrem neuen Album «Nothing's Going Wrong» (Blindfaith/Groove Attack) zeigt Martha High mit ihrer Band The Italian Royal Family nun ganz viel von dem, was sie bei den Soul- und Funk-Heroen gelernt hat. Trotz des optimistischen Plattentitels und eines zuversichtlichen Openers wie «A Little Spark» kommen politische Töne zum US-Amerika dieser Zeit nicht zu kurz: Mit «I Sing America» etwa fordert die Künstlerin Gleichberechtigung - zumal sie wegen des vergifteten Klimas in ihrem Heimatland nach Europa gezogen ist.

Dort hat sie auch ihre Band rekrutiert - wie der Name schon andeutet, sind es Italiener, die Bläser-Funk und schwelgerischen Soul perfekt drauf haben. Gekrönt von dieser wahrlich phänomenalen Stimme, ist dabei ein zeitlos schönes, fast schon klassisches Black-Music-Album entstanden.

Konzerte im April: 20.04. München - Kranhalle, 21.04. Berlin - Quasimodo, 22.04. Hamburg - Mojo Club

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