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Die alte Liebe: Baumgarts Wiedersehen mit Herzensclub Union

13.12.2019 - Innerhalb von zwei Jahren wurde Steffen Baumgart zur Kultfigur bei Union. Mit Paderborn trifft der Coach nun auf den Club, in dessen Stadion er sogar verewigt ist. Der 47-Jährige freut sich auf besondere Berliner Zuschauer - auf Geschenke können sie nicht hoffen.

  • Steffen Baumgart trifft auf seinen Herzensclub 1. FC Union Berlin. Foto: Andreas Gora/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Steffen Baumgart trifft auf seinen Herzensclub 1. FC Union Berlin. Foto: Andreas Gora/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hinter dem zweiten Türchen wartet der Trainer des Gegners. «Union ist für mich Heimat geworden, ist Familie geworden, ist der Verein, dem ich mich am nächsten fühle», sagt Paderborn-Coach Steffen Baumgart im digitalen Adventskalender von Union Berlin.

Mit dem SCP empfängt der 47-Jährige an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) seine alte Liebe zum Aufsteiger-Duell. Baumgart macht keinen Hehl daraus, dass die Partie für ihn «etwas Besonderes» ist. Der gebürtige Rostocker war zwischen 2002 und 2004 für Union aktiv und spielte sich in die Herzen der Fans - oder besser: arbeitete sich in die Herzen der Fans. 23 Tore erzielte Baumgart für die Eisernen, doch was bei den leidenschaftlichen Anhängern der Unioner fast noch mehr hängengeblieben ist, sind Baumgarts Kampfgeist, seine Hingabe und Gradlinigkeit in einer schweren Zeit.

Als Kapitän stieg «Baumi», wie er von den Fans liebevoll genannt wird, mit den Berlinern aus der 2. Bundesliga ab. Zudem hatte der Verein große finanzielle Probleme. Bei der Aktion «Bluten für Union» spendeten Fans Blut und die dafür erhaltene Aufwandsentschädigung an den Verein. Der Zusammenhalt der damaligen Zeit beeindruckt Baumgart heute noch. «Das ist, glaube ich, eine einmalige Sache», sagt er.

Von Berlin wechselte Baumgart nach Cottbus, später unter anderem nach Magdeburg und 2017 zum SC Paderborn. Sein Lebensmittelpunkt ist aber Köpenick geblieben. Seine Frau Katja arbeitete ebenfalls für Union, Familie Baumgart wohnt nur ein paar Gehminuten vom Stadion An der Alten Försterei entfernt, und Steffen Baumgart ist sogar in der Fußball-Kultstätte verewigt. Seit 2005 hängt sein Stadiongründerstein mit der Aufschrift «Steffen Baumgart – Wir sehen uns!» im «Tunnel of Fame» unter der mechanischen Anzeigetafel.

Aktueller Arbeitgeber vs. Lieblingsclub - die Partie in Ostwestfalen wollen sich auch rund 30 Teamkollegen aus Baumgarts Berliner Altherrenmannschaft des SSV Köpenick-Oberspree nicht entgehen lassen. Auf geschenkte Punkte können sich die Union-Fans aber nicht unbedingt verlassen. Schon im vergangenen Jahr waren es ausgerechnet Baumgarts Paderborner, die den Berlinern mitten im Aufstiegskampf am 27. Spieltag die erste Heimniederlage der Zweitliga-Saison beibrachten.

«Das Größte ist doch, dass jetzt beide Teams in der Fußball-Bundesliga spielen», sagt der Coach des Tabellenvorletzten und ergänzt: «Ich hoffe, dass wird es auch noch in ein paar Jahren geben.»

Damit es dazu kommen kann, muss Paderborn nach dem Last-Minute-Sieg am vergangenen Wochenende bei Werder Bremen dringend nachlegen. Am besten schon gegen die Eisernen. «Wir wollen noch zwei Plätze hoch und dafür brauchen wir Siege», sagt Baumgart. Auch die Berliner wissen natürlich um die spezielle Situation, versprechen sich davon aber weder einen Vorteil, noch befürchten sie einen Nachteil. «Natürlich kennt Steffen Union, aber wir kennen auch Paderborn», sagt Trainer Urs Fischer.

Egal, wie das Spiel am Samstag ausgeht, an Baumgarts Verbundenheit zu den Berlinern wird das Ergebnis nichts ändern. Union sei «nicht der Verein, wo ich die meisten Erfolge gehabt habe», erklärt er. «Aber der Verein, wo ich immer gerne bin und auch immer wieder zurückkommen werde.» Auch nach dem 14. Dezember 2019.

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