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Weltenbummler Pfannenstiel neuer Fortuna-Sportvorstand

17.12.2018 - Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf stellt Lutz Pfannenstiel als Sportvorstand vor. Seine neue sportliche Heimat bezeichnet er als «Weltstadt». Trainer Friedhelm Funkel glaubt allerdings, dass es für den Neuen nicht leicht wird, «Dinge zu bewegen».

  • Der neue Sportvorstand von Fortuna Düsseldorf: Lutz Pfannenstiel. Foto: Federico Gambarini © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der neue Sportvorstand von Fortuna Düsseldorf: Lutz Pfannenstiel. Foto: Federico Gambarini © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei seiner 33. Station im Profi-Fußball ist Weltenbummler Lutz Pfannenstiel erstmals im Westen Deutschlands gelandet.

Berührungsängste kennt er aber auch hier keine: «Ich denke, dass ich mit der Mentalität der Rheinländer gut zurechtkommen werde», sagte der neue Sportvorstand von Fortuna Düsseldorf und freute sich sichtlich über seine neue Aufgabe nach dem Wechsel «aus dem beschaulichen Hoffenheim in die Weltstadt».

Für die Fans des Fußball-Bundesligisten hatte der 45-Jährige, der als Torhüter auf allen Kontinenten gespielt hat, dann auch gleich eine herzerwärmende Anekdote mitgebracht. «Ich war als Kind kein Hardcore-Fortuna-Fan, aber ich habe dennoch im Fortuna-Trikot geschlafen», sagte er schmunzelnd. Der Hintergrund: Die Fortuna-Ikone Sepp Weikl, die von 1976 bis 1988 für Düsseldorf spielte, stammt wie Pfannenstiel aus Bodenmais im Bayerischen Wald. «Und er war mit meinem Vater befreundet.»

Umgekehrt wurde der Empfang Pfannenstiels offenbar etwas unterschiedlich beurteilt. Der Aufsichtsratsvorsitzende Reinhold Ernst sprach bei der Vorstellung stolz von «einem schönen und guten Tag für die Fortuna». Deshalb habe Pfannenstiel auch einen Dreijahresvertrag bekommen: «Das ist die maximale Laufzeit bei uns für einen Vorstand.»

Ob Trainer Friedhelm Funkel über die Personal-Entscheidung glücklich ist, darüber lässt sich spekulieren. Schon nach der Verkündung hatte der älteste Bundesliga-Trainer verlauten lassen: «Er ist einer der ganz wenigen im Fußballgeschäft, den ich überhaupt nicht kenne.» Am Montag antwortete der 65-Jährige auf die Frage, welche Erwartungshaltung er an den neuen Sportvorstand habe: «Keine. Er wird so schon unter Druck gesetzt.» Es sei «auch mit Lutz, der bestimmt viele Kontakte hat und vieles versuchen wird, nicht leicht, Dinge in Bewegung zu setzen».

Es konnte deshalb durchaus als Replik auf Funkel verstanden werden, als der bisher ehrenamtliche Sportvorstand Erich Rutemöller sein Statement lachend mit den Worten begann: «Für mich war Lutz Pfannenstiel kein Neuland.» Auf die Frage, ob Pfannenstiel künftig auf der Bank oder Tribüne sitzen werde, sagte Funkel nach einem ersten «sehr angenehmen Gespräch»: «Wir werden das unter vier Augen besprechen.» Auch hier deuten sich unterschiedliche Auffassungen zumindest an. «Ich werde mit Herrn Funkel besprechen, wo ich mich rumtreiben werde», erklärte Pfannenstiel.

Einer Meinung sind die beiden nach einheitlicher Auskunft über mögliche Neuzugänge im Winter. Der Bedarf ist da, ein gewisser Etatposten «im Fortuna-Rahmen» (Vorstandschef Robert Schäfer) auch. Aber man werde nur Spieler kaufen, die unzweifelhaft Verstärkungen sind. «Wenn das nicht möglich ist, dann werden wir nichts machen», sagte Funkel. Auch der neue Sportvorstand versicherte: «Wir werden keine Panik- oder Alibi-Einkäufe machen.» Spieler aus Hoffenheim zu verpflichten, wo er zuletzt als «Leiter Internationale Beziehungen» tätig war, sei laut Pfannenstiel aber durchaus eine Option.

Hoffenheim plant aktuell nicht mit einem Nachfolger für Pfannenstiel. «Momentan ist es nicht geplant, dass die Stelle in dieser Form wiederbesetzt wird», sagte TSG-Geschäftsführer Peter Görlich im Interview der «Heilbronner Stimme». Pfannenstiel war bis zu seinem Wechsel zur Fortuna als «Leiter Internationale Beziehungen» für die Hoffenheimer tätig gewesen.

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