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Neymar nie mehr im TV

07.08.2017 - Das Thema „TV-Rechte“ haben wir hier vor einigen Wochen ja bereits angerissen. Waren das nicht schöne Zeiten als samstags zwischen „Abendbrot“ und Badewanne (alternativ: Hitparade) die Sportschau in der ARD ganz Fußball-Deutschland an die Bildschirme bat? Alternativloses, öffentlich-rechtliches Fernsehen und das heutige SKY-Versprechen „Alle Spiele, alle Tore“ 1:1 umgesetzt.

  • Der Brasilianer Neymar bei seiner Vorstellung im Prinzenpark-Stadion. Noch lachen die Anhänger von Paris St. Germain – doch schon bald dürfen sie wie alle Fußball-Fans die Zeche zahlen - Foto: Kamil Zihnioglu © dpa –...

    Der Brasilianer Neymar bei seiner Vorstellung im Prinzenpark-Stadion. Noch lachen die Anhänger von Paris St. Germain – doch schon bald dürfen sie wie alle Fußball-Fans die Zeche zahlen - Foto: Kamil Zihnioglu © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Neymar gibt sein letztes Hemd für den neuen Klub... Bereits am ersten Tag wurden in den Pariser Fanshops mehr als 10.000 Trikots mit der Nummer 10 verkauft. Ein einzelnes kostet bis zu 155 Euro - Foto: Franck Castel © dpa –...

    Neymar gibt sein letztes Hemd für den neuen Klub... Bereits am ersten Tag wurden in den Pariser Fanshops mehr als 10.000 Trikots mit der Nummer 10 verkauft. Ein einzelnes kostet bis zu 155 Euro - Foto: Franck Castel © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Wenigstens das Duell um den Supercup gab es noch im öffentlichen-rechtlichen Fernsehen zu erleben: Am Ende kam Dortmund um Marc Barta (l., gegen Robert Lewandowski) im Elfmeterschießen ins Straucheln – Foto: Revierfoto ©...

    Wenigstens das Duell um den Supercup gab es noch im öffentlichen-rechtlichen Fernsehen zu erleben: Am Ende kam Dortmund um Marc Barta (l., gegen Robert Lewandowski) im Elfmeterschießen ins Straucheln – Foto: Revierfoto © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Die Schattenseiten des Kommerz’: Zum Saisonstart drohen dem deutschen Fußball aber auch solche Szenen. Polizei und Ordner dürften alle Hände voll zu tun bekommen – Foto: Elmar Kremser/SVEN SIMON © dpa – Deutsche...

    Die Schattenseiten des Kommerz’: Zum Saisonstart drohen dem deutschen Fußball aber auch solche Szenen. Polizei und Ordner dürften alle Hände voll zu tun bekommen – Foto: Elmar Kremser/SVEN SIMON © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

Und heute? Nur zwei Wochen vor dem Start der 1. Fußball-Bundesliga steht mitnichten final fest, wie ich mich als fußballinteressierter Endverbraucher TV-mäßig aufstellen und  ausstatten muss, um das vorgenannte Versprechen für mich persönlich realisieren zu können. Zumindest dem SKY-Kundenversprechen hat Neu-Player EUROSPORT nämlich per einstweiliger Verfügung schon einen Riegel vorgeschoben. Und das, obgleich der PREMIERE-Nachfolgesender immerhin 572 von den insgesamt 612 Partien der 1. und 2. Liga zeigen wird. Das sind nun mal nicht alle Spiele!

Die Ausbeutung der Fußball-Fans

Will ich nun aber als Fußball-Vielverzehrer wirklich alle Partien live sehen, werde ich – wie ja bereits an dieser Stelle erörtert – nicht umhin kommen, mehrere Abonnements zu beziehen. Heißt, in der günstigsten Variante ein SKY-Abo sowie das Saison-Abo des Eurosportplayers. Damit bin ich dann bei satten 270 € für die nächste Bundesliga-Saison. Die Tribünen-Dauerkarte bei meinem Stammverein Altona 93 (Regionalliga Nord) kostet etwas mehr als die Hälfte…, das Trikot ist 30 % günstiger – Bier und Bratwurst auch! Wenn ich dann noch bilanziere und weiß, dass DFL und Bundesligavereine bis 2021 mit mehr als 4,5 Milliarden Euro am TV-Deal beteiligt werden, vergeht mir ehrlich gesagt der Appetit auf Profifußball! Und die Zeche in allen Bereichen wie eben TV, Merchandising und Ticketing zahlt der gemeine Fan!

Neymar nie wieder im Fernsehen?

Wenn ich dann noch die absurde Summe von 222 Millionen Euro Ablöse für Neymar sehe, dann mache ich mir echte Sorgen, ob ich diesen fantastischen Kicker noch einmal im TV werde begutachten können – ein Stadionbesuch bei einem Spiel von Paris St. Germain müsste eigentlich in naher Zukunft unbezahlbar werden. Vielleicht gibt es dann ja nächste Saison mit „Neymar TV“ einen zusätzlichen Abo-Spartensender für alle Spiele, Trainingsimpressionen und Schwimmbadbesuche des Ausnahmekickers? Gruselige Vorstellung, oder?

Ultras machen mobil

Noch gruseliger ist allerdings die Vorstellung, dass Ausschreitungen rund um die Bundesligaspiele, vorm und im Stadion, demnächst voraussichtlich wieder zunehmen werden. Nicht anders jedenfalls sind zunehmende Drohungen verschiedener Ultra-Gruppierungen gen Deutscher Fußball-Bund (DFB) zu verstehen. Dass eine gewisse „Back-to-the roots-Mentalität“ (zumindest in Bezug auf den Umgang mit Fans und Zuschauern) der Auslöser sein soll, wird von vielen Gegenkritikern als Scheinargument weggewischt.

Ich sehe das etwas differenzierter, ohne dass ich damit irgendwelche Gewaltexzesse gutheißen möchte oder gar befürworte. Gewalt kann, darf und wird für nichts eine Lösung sein!

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