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Wie viel Vernetzung brauche ich?

12.02.2019 - Moderne Autos verbinden sich mit Smartphone und Internet – in verschiedenen Ausbaustufen. Was ist Spielerei, was sinnvoll?

  • Wenn die Smartphone-Apps auf den Auto-Bildschirm gespiegelt werden, ist die Bedienung einfacher und (rechts-) sicherer ©

    Wenn die Smartphone-Apps auf den Auto-Bildschirm gespiegelt werden, ist die Bedienung einfacher und (rechts-) sicherer © Volvo

SP-X/Köln. Wer heute einen Neuwagen kauft, der kommt an der Frage, wie viel Konnektivität das Wunschmodell bieten soll, kaum vorbei. Denn die Hersteller haben längst auf die Tatsache reagiert, dass mittlerweile acht von zehn Deutschen nach Angaben des Branchenverbands Bitkom ein Smartphone nutzen. Darüber hinaus sind aufgrund der Einbaupflicht des automatischen Notrufs E-Call alle neu auf den Markt gebrachten Pkw-Modelle mit einer SIM-Karte ausgerüstet, also faktisch vernetzte Autos. Für immer mehr Autofahrer ist selbstverständlich, dass das mobile Endgerät auch unterwegs möglichst gut nutzbar mit eingebunden wird und, dass Online-Funktionen über das Auto abgerufen werden können. Dabei gibt es verschiedene Ausbaustufen.

Simpelste Vernetzungsfunktion ist die Freisprecheinrichtung, mit der man über die Auto-Lautsprecher und ein eingebautes Mikro telefonieren kann. Das Handy wird über Bluetooth oder Kabel mit dem Fahrzeug verbunden. Über die USB-Schnittstelle kann man auch auf dem Smartphone gespeicherte Musik im Auto abspielen. Die Funktion ist mittlerweile bis in kleinste Klassen weit verbreitet und kostet wenn überhaupt nur wenig Aufpreis: beim VW Polo beispielsweise rund 200 Euro. Nach Angaben der Marktbeobachter der Deutschen Automobil-Treuhand sind mehr als zwei Drittel der Neuwagen ab Werk mit Bluetooth-Konnektivität ausgestattet. Das Extra ist für jeden Smartphone-Besitzer sinnvoll, da es nicht nur dem Komfort, sondern auch der Sicherheit dient.

Ebenfalls bis in die unteren Klassen erhältlich und dort auch aus einem Grund besonders sinnvoll ist die Spiegelung der Smartphone-Apps auf den Fahrzeug-Bildschirm. So kann man freigegebene Apps wie Navigation, Nachrichten, Telefon oder Musik-Streaming bequem und rechtssicher auf dem Touchscreen des Autos oder über Lenkradtasten bedienen und muss nicht am Smartphone herumdrücken. Die fahrzeugseitige Software-Vorrüstung erfolgt per Apple Carplay, Android Auto oder Mirror Link, die jeweils unterschiedliche Mobiltelefone unterstützen. Welche Standards der gewünschte Neuwagen unterstützt, sollte man beim Händler erfragen. Vor allem in den kleineren Klassen ist das System eine preisgünstige Alternative zu einem festeingebauten Navi und daher besonders attraktiv. Je nach Hersteller ist die Funktion bei einem höherwertigen Infotainmentsystem inklusive (z.B. bei Mazdas „MZD Connect“) oder der Aufpreis beläuft sich auf wenige hundert Euro (VW Polo: 225 Euro), setzt aber ein höherwertiges Infotainmentsystem voraus.

Hat das Auto – entweder über eine eigene SIM-Karte oder das angeschlossene Smartphone – Internet, ermöglicht das eine Vielzahl neuer Funktionen, die sich je nach Hersteller in Ihrer Komplexität deutlich unterscheiden. Wer ohnehin nur die Grundfunktionen seines Smartphones nutzt, kann auf umfassende Vernetzung des Autos eher verzichten. Wer jedoch viel im Auto unterwegs und ein leidenschaftlicher Smartphone-Nutzer ist, lernt die unterschiedlichen Komfortfunktionen schnell zu schätzen.

Ein Nutzen, der sich wohl jedem Autofahrer auf Anhieb erschließt, sind Verkehrsdaten in Echtzeit, die das bordeigene Navigationssystem über das Internet bekommt. Orte von Terminen im Smartphone-Kalender oder Adressen von Telefonbuch-Kontakten können als Navi-Ziele übernommen werden. Die Abfrage von Fahrzeugdaten – zum Beispiel des Tankfüllstands oder der Position des Autos – aus der Ferne sind ebenso möglich wie die Anzeige des Wetterberichts oder eine Google-Suche.

Die modernsten Systeme kommen als regelrechte Assistenten daher. Das Kommando „Hey BMW“ aktiviert im neuen BMW 3er künftig einen selbstlernenden Assistenten, der auch mit dem Smart Home verbunden werden kann und auf Sprachbefehl beispielsweise die Fenster im Haus schließt. Mit „Hey Mercedes“ kann man beispielsweise in der Mercedes A-Klasse bereits eine Art persönlichen Assistenten aktivieren, der Funktionen bedient oder dank Internet-Verbindung Fragen beantwortet.

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