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Kluft zwischen Theorie und Praxis wächst nicht mehr

11.01.2019 - In den vergangenen Jahren haben sich die Normverbrauchs-Angaben der Autohersteller immer weiter von der Realität entfernt. 2018 hat sich der Trend leicht umgekehrt.

  • Die Differenz zwischen Norm- und Realverbrauch ist im vergangenen Jahr konstant geblieben ©

    Die Differenz zwischen Norm- und Realverbrauch ist im vergangenen Jahr konstant geblieben © Daimler

SP-X/Berlin. Die Lücke zwischen Norm- und Praxisverbrauch von Pkw ist 2018 erstmals nicht gestiegen. Einer Studie der Umweltschutzorganisation International Council on Clean Transportation (ICCT) zufolge lag die Differenz von Herstellerangaben zum tatsächlichem Spritkonsum der Neuwagen in Europa bei 39 Prozent, und damit einen Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert.

Als das ICCT 2012 mit der fortwährend aktualisierten Untersuchung begonnen hat, betrug die Verbrauchs-Kluft 28 Prozent und ist seitdem jedes Jahr gewachsen. Als Grundlage der Berechnungen dienen vor allem Verbrauchsvergleich-Seiten im Internet sowie Verbrauchsdaten von Leasingunternehmen, Automobilmedien und Autoclubs.

Gegenüber 2001 hat sich die Abweichung vervierfacht, schätzt das ICCT. Die Mehrausgaben für Sprit betrügen für einen durchschnittlichen Autofahrer rund 400 Euro pro Jahr. Da Kraftstoffverbrauch und Kohlendioxid-Emissionen eines Fahrzeugs direkt zusammenhängen, sei auch nur in etwa die Hälfte der auf dem Papier erbrachten CO2-Reduktionen seit dem Jahr 2001 tatsächlich verwirklicht worden.

Als Gründe für die aktuelle Stagnation des Trends vermuten die Forscher einerseits Beobachtungsdruck durch die Öffentlichkeit, deren Interesse an den realen Pkw-Emissionen im Zuge des Dieselskandals gewachsen ist. Zum anderen könne es eine Rolle spielen, dass die Hersteller die CO2-Zielwerte des Jahres 2015 erfüllt hätten und derzeit nur wenig Druck von Seiten des Gesetzgebers verspürten, ihre CO2-Werte auf dem Papier weiter zu drücken, da der nächste Zielwert erst wieder ab dem Jahr 2020 gelte. 

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