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Jazz-Duo Danielsson/Fresu verlängert den Sommer

18.10.2018 - Etwas musikalische Sommer-Verlängerung gefällig? Dann bieten sich Paolo Fresu (Trompete/Flügelhorn) und Lars Danielsson (Bass/Cello) mit ihrem gemeinsamen Relax-Jazz-Projekt an.

  • Der Himmel mag wolkenverhangen sein, aber Lars Danielsson und Paolo Fresu lassen die Sonne herein. Foto: ACT/Steven Haberland © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Himmel mag wolkenverhangen sein, aber Lars Danielsson und Paolo Fresu lassen die Sonne herein. Foto: ACT/Steven Haberland © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Sommerwind wehte dieses Jahr ausgiebig. Und wie eine schöne Erinnerung daran wehen nun, im Herbst, die warmen Klänge des italienischen Star-Trompeters Paolo Fresu und des schwedischen Meister-Bassisten Lars Danielsson herein.

«Summerwind» (ACT) heißt ihr Jazz-Duo-Album, und es ist tatsächlich bestens dazu geeignet, sommerliche Gefühle der Lebensfreude und Entspannung zu konservieren. Beide Musiker sind Meister darin, mit einem so reduzierten wie prägnanten Einsatz ihrer Instrumente schöne Gefühle oder Bilder im Kopf wachzurufen. Gemeinsam gelingt ihnen das in 15 Stücken mehr als beeindruckend.

Fresu und Danielsson haben bereits in kleineren und größeren Besetzungen bewiesen, dass sie bei aller solistischen Virtuosität auch herausragende, uneitle Ensemble-Musiker sind. Ebenfalls sehr sympathisch: Ihr Jazz - mit wem auch immer gespielt - ist zugänglich und verständlich, weil er stets auf der harmonischen Seite des Spektrums steht. Anstrengende Avantgarde wird auch auf «Summerwind» nicht geboten.

Über einander haben die beiden - kein Wunder - nach der ersten Duo-Erfahrung im Studio nur das Beste zu sagen. «Ich liebe Paolos Spiel. Es ist spirituell, und sein Sound ist einzigartig. Er bringt mich dazu, auf eine neue Art zu improvisieren», betont beispielsweise der schwedische Bassist und Cellist Danielsson über den Sarden Fresu.

Das Kalkül von ACT-Chef Siggi Loch, mit den beiden Meistern aus dem Süden und Norden Europas könnte was gehen, ging also voll auf. Dieses Album, das neben Eigenkompositionen auch schöne Versionen von Standard- und Klassik-Vorlagen (Joseph Kosma/Johnny Mercer, Krzysztof Komeda, Johann Sebastian Bach) enthält, ist ein gelungenes Beispiel für einen relaxten, atmosphärischen Jazz, der mit Fahrstuhlmusik aber zum Glück nicht das Geringste zu tun hat.

Nun darf man sich auf eine Fortsetzung dieses melodieseligen Konzepts im kommenden Jahr freuen: Wie das Label ACT berichtete, fand sich Paolo Fresu nur zwei Wochen nach der Duo-Aufnahme wieder im Studio ein, um mit Richard Galliano (Akkordeon) und Jan Lundgren (Klavier) das dritte Album des gefeierten Trio-Projekts «Mare Nostrum» einzuspielen.