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Weltrekord für den Weltmeister

09.10.2017 - Sieben Jahre lang stand der bis dahin einmalige „Weltrekord“ des späteren Titelträgers Spanien (2010), ehe der amtierende Weltmeister - die deutsche Nationalmannschaft - mit dem gestrigen 5:1 gegen Aserbaidschan einen neuen Qualifikationsrekord für eine Fußball-WM aufstellte. Zugegeben, die Qualifikationsgruppe C war mit dem gestrigen Gegner sowie Nordirland, Norwegen, San Marino und Tschechien mit Sicherheit nicht die stärkste Gruppe, aber genau deshalb gehört Bundestrainer Joachim Löw Lob und Respekt gezollt. Seine wirtschaftlich gut versorgten Spieler trotz Mehrfachbelastung immer wieder auf den Punkt zu motivieren, obgleich die eigentliche Qualifikation bereits frühzeitig mehr oder weniger als abgehakt galt, war weder leicht noch selbstverständlich.

  • Starker Ersatz – oder gibt es etwa keine Stammspieler mehr? Leon Goretzka (o.) stellte mit seinem Traum-Hackentor die Weichen zum zehnten Sieg im zehnten WM-Qualifikationsspiel - Foto: R4041/GES-Sportfoto © dpa – Deutsche...

    Starker Ersatz – oder gibt es etwa keine Stammspieler mehr? Leon Goretzka (o.) stellte mit seinem Traum-Hackentor die Weichen zum zehnten Sieg im zehnten WM-Qualifikationsspiel - Foto: R4041/GES-Sportfoto © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Bad Cop, god cop – das Trainergespann Joachim Löw/Thomas Schneider hat bis zur Nominierung noch viele knifflige Entscheidungen zu treffen. Der Bundestrainer macht Druck und erklärte nach dem 5:1: „Jeder einzelne Tag zählt!“...

    Bad Cop, god cop – das Trainergespann Joachim Löw/Thomas Schneider hat bis zur Nominierung noch viele knifflige Entscheidungen zu treffen. Der Bundestrainer macht Druck und erklärte nach dem 5:1: „Jeder einzelne Tag zählt!“ – Foto: Michael Probst © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Seine Festspiele gehen weiter: Sandro Wagner (r., gegen Tamkin Khalilzade) erzielte in seinem fünften Länderspiel sein fünftes Tor und gab damit eine Bewerbung für die WM ab – Foto: Michael Probst © dpa – Deutsche...

    Seine Festspiele gehen weiter: Sandro Wagner (r., gegen Tamkin Khalilzade) erzielte in seinem fünften Länderspiel sein fünftes Tor und gab damit eine Bewerbung für die WM ab – Foto: Michael Probst © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Gesetzt: Mit seinen 22 Jahren ist Joshua Kimmich bereits ein gestandener Nationalspieler. Gegen Aserbaidschan durfte er in der Schlussphase sogar erstmals die Kapitänsbinde überstreifen - Foto: R4041/GES-Sportfoto


 © dpa –...

    Gesetzt: Mit seinen 22 Jahren ist Joshua Kimmich bereits ein gestandener Nationalspieler. Gegen Aserbaidschan durfte er in der Schlussphase sogar erstmals die Kapitänsbinde überstreifen - Foto: R4041/GES-Sportfoto © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

Und obgleich Joachim Löw immer mal wieder improvisieren musste, ist es ihm und seinem Trainerteam nicht nur gelungen, ohne wirklich spürbaren Qualitätsverlust fehlende Leistungsträger zu ersetzen, sondern auch Spieler wie Kimmich, Wagner, Goretzka oder Werner zu integrieren und in die Verantwortung zu nehmen. Zwar stotterte der Spielfluss dann gelegentlich ähnlich der ersten Hälfte gestern, aber am Ende stimmte das Ergebnis durchweg!

Lohn der Arbeit


Der Ehrgeiz des Bundestrainers (und letztlich dann auch seiner Akteure) wurde belohnt mit einer aus Punktesicht makellosen Qualifikationsbilanz: zehn Spiele, zehn Siege! Als I-Tüpfelchen setzten Jogis Jungs mit einem beeindruckenden Torverhältnis von 43:4 den Spaniern (+33) mit „+39“ noch ein besseres Torverhältnis vor die Nase und stellten somit auch aus Qualifikations-Sicht einen neuen Rekord auf. Zusätzlicher Druck zur Titelverteidigung dürfte diese großartige Siegesserie allerdings nicht auslösen, denn als Titelverteidiger und mit dem vorhandenen Spielermaterial kann das Ziel ab dem 14. Juni in Russland nur lauten: „Titelverteidigung!“

Härtefälle und Luxusprobleme

Bei der im späten Frühjahr anstehenden finalen Benennung des Kaders möchte ich allerdings nicht mit Jogi Löw tauschen. Gestaltet sich die Torhüter-Position noch traditionell einfach (aus meiner Sicht Neuer, ter Stegen, Trapp und bei Neuer-Ausfall wohl Leno), dürfte es bei den Feldspielern reichlich Härtefälle geben. Im Abwehrbereich sollten Boateng, Hector, Hummels, Kimmich, Mustafi und Rüdiger feste Größen sein. Dahinter stehen aber mit Ginter und Höwedes noch zwei Weltmeister an deren Nominierung Youngster wie Henrichs, Plattenhardt oder Süle mächtig kratzen.

Extreme Härtefälle dürfte der Bundestrainer im Mittelfeld bekommen. Draxler, Kroos, Khedira, Müller, und Özil sind gesetzt. Auch Götze, Gündogan, Sané und Reus dürften bei entsprechender Leistung und Fitness im Kader stehen. Und dann wären da noch Luxusprobleme namens Brandt (konnte zuletzt nicht so wirklich überzeugen) Can oder Goretzka, Gnabry und vor allem Rudy (!) oder Younes. In vorderster Linie dürften dann der noch verletzte Gomez und natürlich Werner gesetzt sein. Auch auf Wagner wird Löw schwerlich verzichten können, so dass Stindl möglicherweise die Nichtberücksichtigung droht.

Breite Brust

Aus meiner Sicht geben die mehr als überzeugende Qualifikation und der vorgenannte Kader genug Grund, um selbstbewusst mit breiter Brust die Titelverteidigung im nächsten Jahr anzugehen. Für die notwendige Erdung werden Joachim Löw und das Funktionsteam schon sorgen. Und noch sind es ja ein paar Monate hin, in denen weitere Varianten wie gestern zu testen und verinnerlichen sind. Ich jedenfalls sehe die Mannschaft qualitativ mindestens genauso stark und bezüglich möglicher spieltaktischer Varianten sogar noch stärker als 2014. Und wie beurteilen Sie die Möglichkeiten und Chancen? Bitte kommentieren!

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