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Dortmunds OB appelliert an Fans: «Null muss stehen»

13.05.2020 - Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau hat an die Fußball-Fans appelliert, auf große Ansammlungen beim Revierderby gegen den FC Schalke 04 am Samstag (15.30 Uhr/Sky) sowohl in Stadionnähe als auch vor dem TV zu verzichten.

  • Ullrich Sierau (SPD) ist der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund. Foto: Caroline Seidel/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ullrich Sierau (SPD) ist der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund. Foto: Caroline Seidel/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Die Null soll stehen - aber für die Infektionskette. Ich glaube, dass die Fans in der Lage sind, bei allen Emotionen den Kopf eingeschaltet zu halten, um das Derby mit Abstand und Anstand zu erleben», sagte der SPD-Politiker mit Verweis auf die Corona-Regeln.

Weil die Partie der Erzrivalen erstmals in seiner langen Geschichte als Geisterspiel ohne Zuschauer ausgetragen wird, werden viele Fans die Partie via TV verfolgen. Sierau bat darum, auch dabei das Infektionsrisiko zu minimieren: «Beim Jubel sollte man Abstand halten, auch wenn einem das in der Emotion schwer fällt. Man sollte an die eigene Gesundheit, aber auch an die Gesundheit derer denken, mit denen man das Derby verfolgt.»

Wie Sierau hofft auch Gregor Lange, dass das mit großem Aufwand erstellte und von der Politik abgesegnete Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga nicht durch Fan-Ansammlungen konterkariert wird: «Die Fußball-Fans haben die Chance zu beweisen, dass die Entscheidung, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, kein Fehler war», sagte der Dortmunder Polizeipräsident. Man werde mit «starken Kräften vor Ort unterwegs sein. Wir werden unsere Aufstellung so wählen, dass wir unvernünftiges, dass wir gefährliches Verhalten, dass wir Menschenansammlungen unterbinden werden. Wir werden konsequent einschreiten, wenn es auf andere Art und Weise nicht zu lösen ist.»

Sowohl Sierau als auch Lange äußerten Bedenken, dass auch Kritiker der Corona-Maßnahmen das Revierderby mit Aktionen zu eigener Publicity nutzen könnten. «Wir sehen hier eine Gefahrenlage», sagte Lange. Sierau kündigte auch für diesen Fall konsequentes Vorgehen an: «Wir werden nicht zulassen, dass das Derby missbraucht wird.»

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