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Hockenheims Oberbürgermeister kannte Angreifer nicht

17.07.2019 - Noch gibt es keine heiße Spur von dem Mann, der den Hockenheimer Oberbürgermeister Dieter Gummer attackiert hat. Der Kommunalpolitiker kann sich zwar erinnern. Aber seine Aussage hilft der Polizei nicht weiter.

  • Der Hockenheimer Oberbürgermeister Dieter Gummerist ist von einem Unbekannten angegriffen und schwer verletzt worden. Foto: Dany Schleicher/Stadtverwaltung Hockenheim © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Hockenheimer Oberbürgermeister Dieter Gummerist ist von einem Unbekannten angegriffen und schwer verletzt worden. Foto: Dany Schleicher/Stadtverwaltung Hockenheim © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem Angriff auf den Hockenheimer Oberbürgermeister Dieter Gummer fehlt von dem Schläger laut Polizei noch eine heiße Spur. «Wir ermitteln nach wie vor in jede Richtung», sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch.

Gummer könne sich zwar an den Angriff erinnern. Den Täter habe er aber nicht gekannt, auch habe er in einem ersten Gespräch über die Attacke keine Hinweise auf ein Motiv geben können.

Der SPD-Politiker war am Montagabend von dem unbekannten Mann im Hof seines Hauses in Böhl-Iggelheim (Rheinland-Pfalz) angegriffen und geschlagen worden. Gummer erlitt einen Kieferbruch, er liegt nach wie vor auf der Intensivstation. Die Stadt Hockenheim will sich im Lauf des Donnerstags zu seinem Gesundheitszustand äußern.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) verurteilte den Angriff: «Gewalt ist immer und in jedem Fall absolut verabscheuungswürdig», sagte er. Strobl warnte auch vor einer Verrohung der Sprache: «Aus Worten werden Taten. Deshalb gilt auch hier: Wehret den Anfängen.» Der baden-württembergische SPD-Chef Andreas Stoch forderte dazu auf, eine «Verrohung dessen, was unsere Gesellschaft im Kern auszeichnet», nicht zuzulassen.

Gummer ist seit 2004 Oberbürgermeister von Hockenheim, er geht Ende August in den Ruhestand. Am kommenden Sonntag soll in der Motorsport-Stadt eine Nachfolge gewählt werden.

Angriffe, Drohungen und Beleidigungen gegen Kommunalpolitiker hatten in den vergangenen Wochen erneut für eine Debatte in Deutschland gesorgt. Am 2. Juni war der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke vor seinem Haus erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus.

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