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Welche Corona-Regeln in welchem Bundesland gelten

25.05.2020 - Gastronomie, Tourismus, Schulen, Museen - in vielen Lebensbereichen bekommen die Bundebürger Tag für Tag wieder mehr Freiheiten. Doch nicht in allen Bundesländern gelten die selben Regeln. Ein Überblick.

  • Gaststätten dürfen in allen Bundesländern unter Hygiene-Vorgaben wieder öffnen. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Gaststätten dürfen in allen Bundesländern unter Hygiene-Vorgaben wieder öffnen. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Bundesländer können im Kampf gegen die
Corona-Pandemie über die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens
weitgehend in eigener Verantwortung entscheiden. Seit Montag sind
zahlreiche Dinge erstmals seit Wochen wieder erlaubt.

Hier der aktuelle Stand (25. Mai) der Lockerungen in den Ländern bei
einigen ausgewählten Lebensbereichen. Sind die Lockerungen neu, steht
der Montag im Text, bei älteren Lockerungsmaßnahmen ist kein
Datum/Wochentag angegeben.

Wichtig: Die Lockerungen erfolgen in aller Regel unter Auflagen wie
Abstands- und Hygienebestimmungen. Zudem gilt weiterhin die
bundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

1) Restaurants und Bars

BADEN-WÜRTTEMBERG: Speiselokale dürfen wieder öffnen, Bars müssen
geschlossen bleiben.

BAYERN: Außenbereiche von Restaurants dürfen öffnen, Innenräume seit
Montag. Für auf den Getränkeausschank ausgerichtete Lokale wie Bars
gibt es noch keine Perspektive.

BERLIN: Essen in Restaurants ist möglich. Reine Schankwirtschaften,
darunter auch Bars, müssen geschlossen bleiben.

BRANDENBURG: Restaurants können öffnen, Bars bleiben geschlossen.

BREMEN: Restaurant- und Kneipenbesuche sind möglich. Es gelten ein
Thekenverbot, Sitzplatz- und Bedienpflicht. Bars bleiben weiterhin
geschlossen.

HAMBURG: Restaurants sind offen, eine Öffnung von Bars wird geprüft.

HESSEN: Gaststätten und Bars sind geöffnet, pro fünf Quadratmeter
Fläche ist nur ein Gast erlaubt.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Restaurants sind geöffnet. Bars müssen noch
geschlossen bleiben.

NIEDERSACHSEN: Restaurants sind geöffnet, Bars noch zu.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Restaurants sind geöffnet. Bars müssen meist
geschlossen bleiben, entschieden wird im Einzelfall vor Ort.

RHEINLAND-PFALZ: Gaststätten und Bars dürfen öffnen. Allerdings
müssen Thekenbereiche geschlossen bleiben.

SAARLAND: Restaurantbesuche sind möglich. Bars können ebenfalls
öffnen, bewirtet wird allerdings ausschließlich an Tischen, ein
Aufenthalt an der Theke ist nicht gestattet.

SACHSEN: Restaurants und Bars dürfen öffnen.

SACHSEN-ANHALT: Alle Restaurants dürfen wieder öffnen. Bars dürfen ab
28. Mai wieder öffnen.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Restaurants und Bars können öffnen.

THÜRINGEN: Restaurants und Bars können öffnen.

2) Hotels und Ferienwohnungen

BADEN-WÜRTTEMBERG: Ferienwohnungen, Campingplätze und
Wohnmobilstellplätze können wieder öffnen, soweit eine
Selbstversorgung möglich ist. Hotels dürfen vom 29. Mai an öffnen,
ausgenommen sind Wellnessbereiche.

BAYERN: Hotels und Ferienwohnungen dürfen ab 30. Mai wieder öffnen.

BERLIN: Hotels und Ferienwohnungen können seit Montag öffnen.

BRANDENBURG: Ferienwohnungen dürfen Gäste aufnehmen, Hotels seit
Montag.

BREMEN: Hotels und Ferienwohnungen dürfen öffnen.

HAMBURG: Hotels und Ferienwohnungen dürfen Gäste empfangen.

HESSEN: Hotels und Ferienwohnungen können aufsperren.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Seit Montag sind Hotels und Ferienwohnungen
auch für Bürger aus anderen Bundesländern geöffnet - und nicht mehr
nur für Einheimische.

NIEDERSACHSEN: Ferienwohnungen dürfen schon länger betrieben werden,
Hotels dürfen seit Montag mit maximal 60 Prozent Auslastung öffnen.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Hotels und Ferienwohnungen können aufmachen.

RHEINLAND-PFALZ: Hotels dürfen wieder für Touristen öffnen,
Ferienwohnungen wieder vermietet werden.

SAARLAND: Hotels und Ferienwohnungen dürfen wieder für den Tourismus
öffnen.

SACHSEN: Hotels und Ferienwohnungen können öffnen.

SACHSEN-ANHALT: Ferienwohnungen können öffnen, Hotels ebenfalls -
zunächst aber für Gäste aus dem eigenen Land. Ab 28. Mai sollen
Urlaube für Touristen aus ganz Deutschland möglich sein.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Besuche sind möglich.

THÜRINGEN: Hotels und Ferienwohnungen dürfen aufmachen.

3) Freibäder und Freizeitparks

BADEN-WÜRTTEMBERG: Wann Freibäder öffnen dürfen, ist noch nicht
absehbar. Freizeitparkfans können sich auf den 29. Mai freuen.

BAYERN: Freizeitparks dürfen ab 30. Mai öffnen, Freibäder und
Schwimmbadanlagen im Freien ab 8. Juni.

BERLIN: Freibäder können seit Montag öffnen. Größere Freizeitparks
gibt es nicht.

BRANDENBURG: Nur kleine Freizeitparks mit Draußen-Angebot sind mit
Einschränkungen geöffnet. Freibäder können ab 28. Mai öffnen.

BREMEN: Die ersten Freibäder können ab 1. Juni öffnen, ab 15. Juni
sollen Freibäder bei Vorlage eines Hygienekonzeptes generell geöffnet
werden. Größere Freizeitparks gibt es nicht.

HAMBURG: Freibäder sind noch geschlossen, eine mögliche baldige
Öffnung wird diskutiert. Hamburg hat keine größeren Freizeitparks.

HESSEN: Für Freibäder ist der Zeitpunkt für eine Wiedereröffnung noch
unklar. Freizeitparks können wieder öffnen.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Freibäder dürfen seit Montag wieder öffnen.
Freizeitparks sind geschlossen.

NIEDERSACHSEN: Freibäder dürfen seit Montag wieder öffnen, das
gleiche gilt für Freizeitparks.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Freibäder dürfen öffnen, der Mindestabstand gilt
auch in den Schwimmbecken. Freizeitparks dürfen Besucher
hereinlassen.

RHEINLAND-PFALZ: Freibäder sollen am 27. Mai öffnen dürfen,
Freizeitparks am 10. Juni.

SAARLAND: Es ist unklar, wann Freibäder und Freizeitparks wieder
öffnen dürfen.

SACHSEN: Freibäder und Freizeitparks dürfen öffnen, sofern sie ein
genehmigtes Hygienekonzept haben.

SACHSEN-ANHALT: Freibäder und Freizeitparks dürfen ab 28. Mai wieder
öffnen.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Freibäder und Freizeitparks bleiben bis auf
weiteres geschlossen.

THÜRINGEN: Freibäder können ab dem 1. Juni öffnen, über Freizeitparks
entscheiden die Kreise in eigener Regie.

4) Kontaktbestimmungen

BADEN-WÜRTTEMBERG: Der Aufenthalt draußen ist auch mit Angehörigen
eines weiteren Haushalts gestattet. In privaten Räumen sind Treffen
mit Geschwistern und deren Familien, aber auch Treffen mit
Angehörigen eines weiteren Haushalts möglich.

BAYERN: Es können sich sowohl im privaten wie auch im öffentlichen
Raum mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

BERLIN: Es können sich sowohl im privaten wie auch im öffentlichen
Raum mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

BRANDENBURG: Kontakte von zwei Hausständen sind erlaubt - im
öffentlichen Raum wie im privaten Bereich.

BREMEN: Es können sich mehrere Angehörige aus zwei Haushalten im
öffentlichen Raum treffen.

HAMBURG: Bis zu zehn Mitglieder zweier Haushalte dürfen sich wieder
treffen, ohne dabei einen Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten.

HESSEN: Im öffentlichen Raum dürfen wieder Angehörige von zwei
Haushalten gemeinsam unterwegs sein.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Im öffentlichen und privaten Raum können sich
mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

NIEDERSACHSEN: Es dürfen sich Angehörige von zwei Haushalten in der
Öffentlichkeit treffen.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Es dürfen sich Mitglieder aus zwei Familien in
der Öffentlichkeit treffen.

RHEINLAND-PFALZ: Im öffentlichen Raum können sich Angehörige aus bis
zu zwei Haushalten treffen.

SAARLAND: Drinnen wie auch draußen können sich Angehörige aus bis zu
zwei Haushalten treffen.

SACHSEN: Es können sich zwei Hausstände treffen.

SACHSEN-ANHALT: Zusammenkünfte von bis zu fünf Menschen sind erlaubt,
auch wenn diese nicht gemeinsam in einem Haushalt leben. Vom 28. Mai
an dürfen zu privaten Feiern bis zu 20 Gäste eingeladen werden.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Es können sich sowohl im privaten wie auch im
öffentlichen Raum mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

THÜRINGEN: Draußen und auch drinnen dürfen sich die Mitglieder von
zwei Haushalten treffen.

5) Schulen und Kitas

BADEN-WÜRTTEMBERG: Mitte Juni sollen alle Schüler zumindest zeitweise
wieder Präsenzunterricht erhalten. In den Kitas dürfen bisher
höchstens 50 Prozent der Kinder, die normalerweise die Einrichtung
besuchen, gleichzeitig dort betreut werden.

BAYERN: Einige Jahrgänge sind wieder an den Schulen, erst nach den
Pfingstferien Mitte Juni sollen alle Schüler zumindest tageweise in
die Schule gehen. Bis 1. Juli sollen auch alle Kinder zurück in
Kindergärten und Krippen dürfen.

BERLIN: Bis zum Sommer soll jedes Kita-Kind wieder ein
Betreuungsangebot erhalten. Bis Ende Mai sollen alle Schüler mit
verringerter Stundenzahl in die Schulen gehen.

BRANDENBURG: Allen Schülern wird vor den Sommerferien, der
Schulbesuch und die Teilnahme am Präsenzunterricht mindestens tage-
oder wochenweise ermöglicht. Bei Kitas soll ein eingeschränkter
Regelbetrieb anlaufen.

BREMEN: Alle Schulklassen werden schrittweise zurückgeholt. Ab 1.
Juni sollen alle Vorschulkinder wieder in Kitas kommen.

HAMBURG: Seit Montag sollen alle Schüler wenigstens einmal pro Woche
Unterricht in der Schule bekommen. Kitas gehen schrittweise in den
Regelbetrieb.

HESSEN: Kitas sollen zum 2. Juni wieder in den eingeschränkten
Normalbetrieb übergehen. Der Unterricht an den Schulen hat
schrittweise wieder begonnen.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Die Schüler kehren bereits schrittweise in
die Schulen zurück. Seit Montag stehen Kitas wieder allen Kindern
offen.

NIEDERSACHSEN: Die Notbetreuung in den Kitas wird sukzessive
ausgeweitet, die Rückkehr zum Regelbetrieb ist für den 1. August
geplant. Schüler kehren nach und nach zurück, vom 15. Juni an haben
alle Jahrgänge wieder Unterricht in den Schulen.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Kita-Kinder und Schüler kehren schrittweise
zurück. Ab Ende Mai sollen alle Schüler tageweise Präsenzunterricht
erhalten, ab 8. Juni soll es einen «eingeschränkten Regelbetrieb» für
alle Kita-Kinder geben.

RHEINLAND-PFALZ: Der Unterricht hat stufenweise wieder begonnen, alle
Schüler sollen bis Mitte Juni wieder zur Schule gehen. Die Kitas
sollen ab dem 2. Juni für alle öffnen, wenn auch mit Einschränkungen.

SAARLAND: In Kitas und Schulen soll es spätestens bis zu den
Sommerferien «wieder einen möglichst regulären Betrieb geben».

SACHSEN: Sachsens Kitas und Grundschulen können im eingeschränkten
Regelbetrieb für alle Kinder öffnen. Schüler an weiterführenden
Schulen sollen zumindest teilweise wieder an den Schulen unterrichtet
werden.

SACHSEN-ANHALT: Ab 2. Juni sollen Kitas und Schulen zu einem
regulären Betrieb zurückkehren.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Seit Montag beginnt für weitere Jahrgänge wieder
die Schule. Das gilt für die Klassen 1 bis 3 an den Grundschulen
sowie die Jahrgänge 8, 9 und 10 an Gemeinschaftsschulen und
Gymnasien. Vom 1. Juni an soll in den Kitas ein eingeschränkter
Regelbetrieb gelten.

THÜRINGEN: Die Kommunen konnten selbst entscheiden, ob sie in den
Kindergärten einen eingeschränkten Regelbetrieb anbieten. Bis
spätestens 15. Juni soll dieser in allen Kitas starten. In den
Schulen sollen spätestens nach Pfingsten wieder alle Schüler am
Präsenzunterricht teilnehmen können.

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