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Wenn der Router das Internetradio rettet

23.06.2020 - Internetradios sind auf Sender-Verzeichnisse angewiesen, die ein Dienstleister auf einem Server bereitstellt. Doch was geschieht, wenn der Anbieter die Arbeit an der Sender-Datenbank einstellt?

  • In manchen Fällen kann die Fritzbox den Verzeichnis-Dienstleister ersetzen. Bei vielen Internetradio-Modellen lassen sich die Sender auch über den WLAN-Router aufrufen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche...

    In manchen Fällen kann die Fritzbox den Verzeichnis-Dienstleister ersetzen. Bei vielen Internetradio-Modellen lassen sich die Sender auch über den WLAN-Router aufrufen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ohne Verzeichnisanbieter sind die allermeisten Internetradios nutzlos. In der Vergangenheit mussten Verbraucherinnen und Verbraucher immer wieder erleben, dass ihr Gerät plötzlich keine Sender und Podcasts mehr streamen konnte - häufig, weil sich Verzeichnis-Dienstleister und Geräte-Hersteller vertraglich nicht mehr einigen konnten.

In die Röhre schaut dann natürlich der Kunde, der mit seinem Gerät keine Radiosender mehr hören kann - im schlimmsten Fall nie mehr. Oder er muss lange warten, bis der Hersteller eine neue Lösung organisiert hat.

Fritzbox-Mediaserver aktivieren

Doch in manchen Fällen kann man sich auch selbst helfen: Besitzer einer Fritzbox des Herstellers AVM können den WLAN-Router bei vielen Modellvarianten für Internetradio einrichten - und zwar im Einstellungsmenü unter «Heimnetz/Mediaserver/Internetradio».

Nachdem man sich vergewissert hat, dass beim Eintrag «Mediaserver aktiv» ein Häkchen gesetzt ist, kann man die voreingestellten 40 Internetradio-Sender in einer Liste begutachten. Die Einträge lassen sich über die Schaltfläche «Bearbeiten» ändern, falls man ganz oder teilweise andere als die voreingestellten Sender hören möchte.

Ins Eingabefeld «Internetadresse» gehört die Stream-Adresse des jeweiligen Radiosenders. Links zu vielen Stationen finden sich etwa auf Shoutcast.com. Meist haben sie die Endung «.mp3».

Audiogerät muss DLNA können

Einen möglichen Haken hat die Sache: Das Internetradio oder das Audiogerät mit Internetradio-Funktion muss auch Musik vom Servern in Heimnetzwerk abspielen können und dazu die Standards DLNA beziehungsweise UPnP unterstützen.

Ist das der Fall, wählt man am Gerät zunächst nicht die Funktion Internetradio, sondern aktiviert die Funktion Netzwerkwiedergabe. Dann wählt man zuerst die Fritzbox als Mediaserver aus und dann schließlich in der folgenden Liste den Eintrag Internetradio.

© dpa-infocom, dpa:200622-99-522327/2

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