Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Falsche Polizisten wegen Betrugsmasche verurteilt

04.12.2018 - Mit Tausenden Anrufen im Namen der Polizei versetzt eine Bande bundesweit Senioren in Angst. Zwei Mitglieder der Bande sind nun in Düsseldorf vom Landgericht verurteilt worden. Sie hatten eine 80-Jährige um ihre gesamten Ersparnisse von 178.000 Euro gebracht.

  • Die Masche funktioniert immer wieder: Betrüger geben sich als Polizisten aus und bringen Senioren um ihr Vermögen. Das Landgericht Düseldorf verurteilte nun zwei Täter. Foto: Marcel Kusch © dpa - Deutsche...

    Die Masche funktioniert immer wieder: Betrüger geben sich als Polizisten aus und bringen Senioren um ihr Vermögen. Das Landgericht Düseldorf verurteilte nun zwei Täter. Foto: Marcel Kusch © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein 48-Jähriger wurde zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Sein 29-jähriger Komplize erhielt eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung. Beide hatten zuvor umfassende Geständnisse abgelegt.

Allein in Nordrhein-Westfalen wurden 2017 rund 10.000 Betrugsfälle mit dieser Masche registriert. Aus Callcentern in der Türkei werden dabei Senioren angerufen, auf deren Telefon-Display die Notrufnummer 110 samt Ortsvorwahl erscheint. Die Angerufenen werden vor einem angeblich drohenden Einbruch gewarnt. Sie sollten ihre Wertsachen einem Beamten geben, der gleich vorbeikomme.

Im Fall der 80-Jährigen waren die Betrüger bereits von der richtigen Polizei observiert worden. Der 29-Jährige hatte das Geld bei der Seniorin abgeholt. Als er es in Köln dem 48-Jährigen übergeben wollte, schlug die echte Polizei zu und stellte die Summe sicher. Nach dem Urteil bekommt die Seniorin nun ihr Vermögen zurück. Seit 1960 habe sie dafür gespart, sagte die Zeugin aus.

In Baden-Württemberg ergaunerten falsche Polizisten zudem mehr als 200.000 Euro von einer Seniorin in Bad Saulgau, wie die Polizei mitteilte. Die Betrüger machten ihrem Opfer weiß, gegen eine Einbrecherbande zu ermitteln, bei der sich ein Zettel mit dem Namen der 76-Jährigen gefunden habe. Über mehrere Monate hatten sie Kontakt zu der Frau und brachten sie dazu, ein Konto einzurichten und ihr Vermögen darauf zu überweisen. Erst als sich die Frau an die richtige Polizei wandte und nachfragte, wann sie ihr Geld zurückbekomme, flog der Schwindel Ende November auf.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren