Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

"Batman": Die Superheldenserie von 1966 erstmals in HD

11.06.2018 - Erstmals läuft die knallbunte "Batman"-Serie (120 Folgen) aus den 1960ern remastered im deutschen Pay-TV.

Ein Großstadtmoloch, in dem offenbar ewige Nacht herrscht. Verbrechen, in denen sich das abgrundtief Böse offenbart. Und ein einsamer, stiller Rächer, der sich – mit Muskelpanzer und Maske geschützt – dem Bösen entgegenstellt und dabei immer auch das eigene Trauma bekämpft. Alles, was Batman scheinbar zu Batman macht, hat die gleichnamige TV-Serie von 1966 nicht! Stattdessen ist diese Adaption der Comics ein bonbonfarbenes Abenteuer.

 

Darum geht's in der "Batman"-Serie

In einem stets sonnigen Gotham City jagen Millionär Bruce Wayne alias Batman (Adam West) und sein junger Schützling Robin (Burt Ward) in knallengen Outfits Verbrecher. The Dark Knight? Eher Flattermann im Pyjama. Jetzt ist die Serie nach 16 Jahren wieder zurück im deutschen Fernsehen: SyFy zeigt ab Montag, dem 18. Juni, um 20.15 Uhr 10 Episoden am Stück - erstmals remastered in beeindruckender HD-Qualität. Selbst Kenner können so neue Details in den insgesamt 120 halbstündigen Folgen entdecken, die stets einem festen Handlungsmuster folgen.

 

"Schnell, zum Batmobil!": Gerade haben Batman und Robin am Bat-Telefon von der Polizei von der neuesten Bedrohung Gothams erfahren, schon rutschen die beiden an den Bat-Stangen hinab in die geheime Bat-Höhle. Von dort aus düsen sie mit dem schnittigen Batmobil zum Ort des Verbrechens. Ihre Feinde sind größtenteils jene, die man auch aus späteren Filmen kennt: der Pinguin, der Riddler, der Joker. In der Serie sind deren Pläne und Methoden jedoch um einiges absurder.

Schwer vorstellbar, dass Heath Ledgers Joker aus dem Gefängnis entkommt, indem er die Knastmauern mithilfe einer gigantischen Sprungfeder überwindet. Haben Batman und Robin schließlich die Gegner gestellt, entbrennt nicht selten eine wüste Schlägerei. Eingeblendet werden dabei häufig lautmalerische Sprechblasen – "Bang!", "Pow!", "Klonk!" und "Whap!" – als Tribut an die Comicwurzeln des bereits 1939 erfundenen Superhelden.

 

Hintergrund

Die TV-Serie war Inbegriff der Swinging Sixties. Zunächst für Jugendliche konzipiert, wurde "Batman" (1966–1968) schnell zum Massenphänomen. Mitte der 1960er war er sogar Teil des großen Popkultur-Dreiklangs: Beatles, Bond, Batman. Immer wieder traten prominente Gaststars auf, darunter Jerry Lewis, Sammy Davis jr., Vincent Price und Joan Collins.

 

Teil des Erfolgsrezepts war sicher, dass die Serie sich nicht als Comedy verstand. West und Kollegen sprachen Dialoge mit größtmöglichem Ernst – und ließen die Plots dadurch umso lächerlicher wirken. Batmans Image mag heute ein komplett anderes sein, doch das Vermächtnis der stilprägenden TV-Serie ist nach wie vor spürbar. Die "Austin Powers"-Filme ließen sich sichtbar von "Batman" inspirieren.

 

Adam West (1928–2017) spielte sich in TV-Hits wie "The Big Bang Theory" und "Die Simpsons" selbst. Und dann ist da noch der "Batusi", Batmans Nachtclub-Tanz in der Pilotfolge. 30 Jahre später wird ihn John Travolta kopieren – in seiner legendären Tanzszene in "Pulp Fiction".

GOKA-Wertung

Wer nur düstere Batmen à la Christian Bale kennt, dürfte sich erst mal verwundert die Augen reiben. Doch wer sich auf diesen ganz anderen, schrillen Batman einlässt, erlebt eine charmante Zeitreise mit großem Nostalgiefaktor: manchmal albern, oft abgedreht, immer amüsant. Und jetzt: Schnell, zu den Bat-Fernsehern!

 

SessionId: 89ae1d21-c38d-4bdd-aa93-fc43d1cbff08 Device-Id: 3149 Authentication: