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"Labaule & Erben": Schräg, witzig und mit viel schwarzem Humor

10.01.2019 - Mit ihrem Segway stürzen der Patriarch eines Verlegerclans und dessen ältester Sohn in den Tod. Nun muss sich der Zweitgeborene und Lebemann Wolfram Labaule (Uwe Ochsenknecht) überlegen, ob er das Zepter in die Hand nehmen will.

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		Wolfram Labaule (Uwe Ochsenknecht) mit seiner Familie bei der Beerdigung seines Vaters und Bruders.
vorne v.li.: Esther Labaule (Inka Friedrich), Wolfram Labaule (Uwe Ochsenknecht), Marianne Labaule (Irm Herrmann); dahinter v.li.: Bernd...

    Wolfram Labaule (Uwe Ochsenknecht) mit seiner Familie bei der Beerdigung seines Vaters und Bruders. vorne v.li.: Esther Labaule (Inka Friedrich), Wolfram Labaule (Uwe Ochsenknecht), Marianne Labaule (Irm Herrmann); dahinter v.li.: Bernd (Nils Dörgeloh), Vanessa (Jil Funke), Tristan Labaule (Lukas Rüppel), Constanze Labaule (Lena Dörrie). © SWR/Violet Pictures/Maor Waisburd

In der sechsteiligen satirischen Miniserie "Labaule & Erben" (ab dem 10. Januar, 22.00 Uhr, SWR und bis zum 27. Juni 2019 hier in der ARD-Mediathek) versucht Uwe Ochsenknecht als jüngster Spross der Verlegerfamilie Labaule (ausgesprochen: Labohl) zu beweisen, dass er genauso wie sein Vater und Bruder ein Macher ist.

 

Darum geht's in "Labaule & Erben"

Bei der Testamentseröffnung wird schnell klar: Die Labaule Media Group gehört nach dem tragischen Unfall ihres Chefs zur Hälfte dem jüngsten Sohn Wolfram (Uwe Ochsenknecht) und dessen Mutter Marianne (Irm Hermann). Die will ihre Anteile ausgerechnet an den Erzkonkurrenten Arne Gaius Prescher (August Zirner) verkaufen. Doch der letzte Wille seines Vaters sieht vor, dass Wolfram Interrims-Verleger wird.

 

Und um seiner Mutter zu beweisen, dass er kein Verlierer ist, nimmt er sein Erbe und die damit verbundene Verantwortung an. Da gibt es nur ein kleines Problem: Wolfram - am liebsten lesend im Pool auf seiner blauen Luftmatratze und bis dato nur als Juror von 23 Literaturpreisen in Erscheinung getreten - hat überhaupt keine Ahnung vom Verlagsgeschäft...

 

Bereits die erste unter seiner Verantwortung erscheinende Ausgabe der "Morgenschau" gerät zu einer Katastrophe: Eine angeblich in Aleppo entstandene Fotoreportage ist offensichtlich gefälscht. Da hilft nur ein Widerruf, um das Image der Zeitung nicht zu gefährden. Doch als er die Vorkommnisse dem Beirat erklären will, verkündet dieser, dass die Fotoserie mit dem Daedalus-Preis für die beste Reportage ausgezeichnet werden soll. Wolfram schweigt, will er doch seine Posten nicht schon nach einem Tag verlieren. Dafür verliert er die Anerkennung seiner Mitarbeiter. Mit den Worten "Gute Nacht, Journalismus" verlässt der Leiter des Feuilletons die Konferenz. Um die Stimmung zu verbessern, gibt es Teambuilding-Maßnahmen im Wald - die (natürlich) Gegenteiliges bewirken.

 

Widerstand kommt auch von seiner unliebsamen Mutter, hofft sie doch weiterhin, den Verlag verkaufen zu können. So setzt sie ihm seinen Sohn Tristan (Lukas Rüppel) als Innovationsmanager vor die Nase - der investiert in vegane Kondome namens "Banana Joe" und gefährdet mit seinen schrägen Ideen die finanzielle Zukunft des Verlags. Als dann auch noch Wolrams Verhältnis Lena (Emily Cox) schwanger wird, der Journalistenpreis an eine andere Zeitung geht und in der Redaktion eine Bombenwarnung eingeht, ist das Chaos perfekt.

 

Hintergrund

 

Die Autoren Richard Kropf, Bob Konrad und Hanno Hackfort - bereits für "4 Blocks" mit der GOLDENEN KAMERA 2018 ausgezeichnet - schrieben gemeinsam mit Anneke Janssen und Elena Senft ihre erste humoristischen Serie. Inszeniert hat die sechs Folgen Boris Kunz ("Hindafing").

Die Idee zur Serie stammt von unserem zweifachen GOLDENE KAMERA-Preisträger (1994 und 2002) Harald Schmidt. Der beschrieb in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" seine Satire als "'Guldenburgs' mit Internet". Ob es weitere Folgen geben wird, ist bisher noch nicht entschieden, aber das Ende lässt eine Fortsetzung zu.

 

 

 

Bewertung

Schräg, witzig und mit viel schwarzem Humor erzählt "Labaule & Erben" von den heutigen Herausforderungen eines Verlags. Großartig verkörpert Uwe Ochsenknecht den Chef eines Zeitungsimperiums. Zudem scheut die realitätsnahe Satire nicht, aktuelle Themen wie "Fake News" oder die Finanznot in den Verlagshäusern aufzugreifen - und vor allem: einfach auch mal über brisante Themen zu lachen. Hier ist eben nicht alles ganz so ernst gemeint - genauso wie die Innovationsidee, ein Bällebad für bessere Stimmung in ein Büro einzubauen - oder doch? Sehen Sie einfach selbst!

 

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